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Nicola Imparato schmökert in der PZ. Hier ist der Austauschschüler aus Italien für zwei Wochen Praktikant.

Austauschschüler in Pforzheim: Das denkt Nicola Imparato über die Goldstadt

Nicola Imparato ist Austauschschüler aus der Pforzheimer Partnerstadt Vicenza und aktuell Praktikant bei der PZ. Er hat die Goldstadt mit seiner Heimatstadt verglichen.

Ich mag Pforzheims Zentrum, es ist zwar nicht sehr groß, aber es beherbergt viele Geschäfte und es ist immer was los. In Vicenza, meiner Heimatstadt im Norden Italiens und Partnerstadt von Pforzheim, ist es ganz ähnlich. Lediglich vermisse ich hier ein historisches Zentrum und eine schöne Altstadt wie in Vicenza. Ich kenne jedoch Pforzheims Geschichte und weiß, wieso es so etwas hier nicht mehr gibt. Ich bin einer von 13 Schülern aus Vicenza, die für zwei Wochen in Pforzheim verschiedene Praktika absolvieren. Einige sind bei Industriefirmen, Reisebüros oder Schmuckherstellern – ich hingegen wollte wissen, wie die „Pforzheimer Zeitung“ arbeitet und wie so eine Zeitung entsteht. Zudem kann ich dadurch auch mein Deutsch verbessern.

In meiner ersten Woche konnte ich bereits einiges über die Goldstadt lernen und sehen. Dabei fielen mir Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Pforzheim und meiner Heimatstadt auf.

Zunächst wäre da der Spitzname: So wie Pforzheim ist auch Vicenza als „Goldstadt“ bekannt. Auf italienisch „Cittá dell‘oro“. Früher haben Goldhandel und Schmuckgeschäfte die Stadt zwischen Verona und Venedig dominiert. Gold spielt dort aber keine große Rolle mehr.

Beim Schlendern durch Pforzheim ist mir aufgefallen, dass die Straßen hier sauberer sind, jedoch gibt es in Vicenza wesentlich mehr Fußgängerüberwege. Zudem sind die öffentlichen Verkehrsmittel dort günstiger und es gibt sehr viele Fahrradwege. Generell überwiegen jedoch die Gemeinsamkeiten beider Städte: Sowohl hier als auch in meiner Heimat ist Bier das absolute Lieblingsgetränk. Beide Städte haben etwa dieselbe Größe und Einwohnerzahl. Durch beide Städte fließen zwei große Flüsse.

Im Falle Vicenzas heißen sie Bacchiglione und Retrone. Und dann gibt es in beiden Goldstädten viele Bars und Restaurants und damit viele Ausgehmöglichkeiten. Deswegen fühle ich mich wahrscheinlich auch hier sehr wohl. Beide Städte sind aus gutem Grund Partnerstädte. Eine Woche habe ich noch in Pforzheim. Nach dem Besuch beim Happiness Festival am vergangenen Wochenende werde ich auf einer großen deutschen Grillfeier sein. Dann gibt es noch viel hier zu entdecken wie etwa den Wildpark oder auch die schwäbische Küche wie Käsespätzle – von denen habe ich schon viel Gutes gehört.