Pforzheim
Bäder-Chef schenkt auch Jugendgemeinderat reinen Wein ein
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Pforzheim. Da kommt was zusammen – und vielleicht hat es manches Mitglied des Jugendgemeinderats erst später so richtig realisiert, was finanziell und infrastrukturell auf die Stadt und ihre Bürger zukommt. Um die Bäder geht’s – und da kann keiner so kompetent vortragen wie der Chef des Eigenbetriebs Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe (EPVB), Bernd Mellenthin. Nur: Seine Projektliste wird geprägt von desolaten Bädern und hohen Kosten.

Desolates Emma-Jaeger-Hallenbad, Schließung des Nichtschwimmerbereichs, maximal zu erhalten bis Ende 2018; dazu der Brand in der Sauna Huchenfeld, was die Schließung des Stadtteilbads bedeutete; Sanierungsnotwendigkeiten im Karl-Friedrich-Bad (Eutingen) und im Fritz-Erler-Bad. Und dann die Kosten: Neubau des Huchenfelder Bads, das seit Mitte 2016 wieder – ohne Sauna – geöffnet ist: 6,8 Millionen Euro. Zubau eines Hallenbads auf dem 60.000-Quadratmeter-Areal des bestehenden Wartberg-Freibads: mindestens 19 Millionen Euro plus Geld für eine in der Größe zu definierende Sauna plus knapp sechs Millionen Euro für die Sanierung des Freibads. Und fünf Millionen für das Eutinger Bad. Einzige Nachfrage aus dem Gremium: Überschneiden sich das zu schließende Emma-Jaeger-Bad und das noch nicht fertige Hallenbad auf dem Wartberg? Mellenthin machte klar, was er auch schon im Gespräch mit der PZ gesagt hatte: Bis Ende 2018 werde es definitiv keinen Neubau geben.