Pforzheim. Die Modellbauer zeigen zum Jubiläum Zähne – zum Glück nur im übertragenen Sinne: Weil die berühmte, vom Gotthard-Pass bekannte Lokomotive mit dem Spitznamen „Krokodil“ ihr 100-jähriges Bestehen feiert, wird sie von den Eisenbahnfreunden Pforzheim besonders in Szene gesetzt. Bei den Eisenbahntagen von Samstag bis Montag, 4. bis 6. Januar, wird das „Krokodil“ über den ganzen Weißensteiner Bahnhof verteilt in mehreren Vitrinen als Modell mit unterschiedlichen Spurweiten gezeigt, außerdem ähnliche Typen, die unter anderem in Deutschland und in Österreich gefahren sind. In der Güterhalle läuft ein Film über die Museumslok 13.302. Dort gibt es auf Stellwänden Informationsmaterialien zum „Krokodil“.
Hingucker aus Waiblingen
Nicht nur der hiesige Verein legt sich für die traditionsreiche und beliebte Veranstaltung ins Zeug. Eine Gastanlage des Modellbahnclubs Waiblingen ist zu bestaunen. Die große Anlage in der Spurweite H0 zeigt einen Nachbau des Bahnhofs Waiblingen. Der Clou: Es handelt sich um einen Trennungsbahnhof, da sich hier die Strecke von Stuttgart kommend in die beiden Richtungen nach Backnang und nach Schwäbisch Hall aufteilt.
Der Besucher kann schauen und staunen, aber auch selbst zum Modell- und Landschaftsbauer werden. So zeigt ein Vereinsmitglied in einem Workshop, wie man Tannen im Eigenbau herstellen kann. Einen speziellen Workshop für Kinder bietet die Jugendgruppe an: Kleine Besucher bauen unter Anleitung selbst ein Diorama, also ein dreidimensionales Schaubild, das sie dann mit nach Hause nehmen können.
Zudem steht als Kinderspielbahn eine Lehmann-Groß-Bahn mit zwei Kreisen bereit, auf denen die ganz kleinen Gäste selbst Züge fahrenlassen können.
Wie immer gibt es eine Tombola zum Lospreis von einem Euro und 500 Gewinnen – als Hauptgewinne winken drei Modellbahn-Startpackungen. Bei einem Flohmarkt auf der Empore werden in diesem Jahr beinahe 1000 Fachbücher feilgeboten. Durchgehend warme Küche versprechen die Veranstalter, die auf die Vielfalt der Modellbahnen mit unterschiedlichen Spurweiten im Haus hinweisen: von der Anlage im Keller der Güterhalle mit der großen Spur 1 über die H0-Vereinsanlage im ersten Obergeschoss zum Thema „Weißenstein 1920“ und die H0e-Schmalspuranlage im ersten Stock bis zur Tinplate-Spur-0-Anlage in der zweiten Etage und der Anlage der Jugendgruppe mit Digitalisierung und virtueller Bahn, ebenfalls im zweiten Geschoss.
Während der Eisenbahntage vom Samstag bis Montag, 4. bis 6. Januar, ist der Bahnhof Weißenstein, Belremstraße 70, jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene vier, für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre zwei und für Familien neun Euro. Der Bahnhof ist gut erreichbar mit der Stadtbuslinie 3 sowie mit der Kulturbahn beziehungsweise Nagoldtalbahn.

