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Das Herrenhaus und den Park überließ die Familie Benckiser im Jahr 1918 mit  einer Schenkung der Stadt Pforzheim. Rechts der Eintrag in das Schenkungsbuch  der Stadt Pforzheim.
Das Herrenhaus und den Park überließ die Familie Benckiser im Jahr 1918 mit einer Schenkung der Stadt Pforzheim. Rechts der Eintrag in das Schenkungsbuch der Stadt Pforzheim. © Stadtarchiv
24.11.2011

Benckiserpark - Ort der Erholung und Erinnerung

Als die Familie Benckiser im Jahr 1918 den Park und das Herrenhaus mit einem Schenkungsvertrag der Stadt überließ, wurde gleichzeitig festgeschrieben, dass damit nicht nur der Name Benckiser in Erinnerung bleiben sollte, sondern dass dieses Gelände auch Park bleiben, zur Verschönerung des Stadtbilds beitragen und besonders für die Bewohner des Weststadtstadtteils als Erholungsort dienen soll." Zu diesen 56 Ar zwischen Mühlkanal und Westlicher kaufte die Stadt damals für 500000 Mark weitere 123 Ar hinzu.

Die Familie Benckiser gehörte über fünf Generationen zu den bedeutendsten Industriellen in Pforzheim. Sie hatte eine Eisenwerk, eine Bijouteriefabrik und eine chemische Fabrik. Die Familie Benckiser zog sich aus ihrem Unternehmen im Jahr 1910 zurück und siedelte auf ihre Sommerresidenz in Unterfranken um.

Mit dieser Schenkungsurkunde ist festgeschrieben, dass der Park nicht in eine Sportanlage umgestaltet werden kann, wie es die CDU-Fraktion beantragt hatte. Sie wollte damit den Personenkreis mit Suchtproblemen fernhalten, der sich im Benckiserpark aufhält. Die SPD-Fraktion steht voll hinter dem Park und hat nun beantragt, nach Räumen in der Nähe zu suchen, in denen diese Menschen in schwierigen sozialen Lagen aufhalten und betreut werden können.

Anfang der 1950er-Jahre war für die gegenüberliegende Schule, deren Turnhalle zum Kino geworden war, im Benckiserpark ein Sportplatz angelegt worden - zwischen Mühlkanal und Habermehlstraße, in einem Bereich, der die Schenkung nicht betraf, sondern von der Stadt einst gekauft worden war.