Hartmut Schölch (Jobcenter, von links), Ulrike Mögle (Agentur für Arbeit), Peter Gremminger (AfD-Stadtrat), Annette Hanfstein (Stellvertretende Geschäftsführerin bei der Agentur für Arbeit), Hans Vester (SPD), Katja Mast (SPD), Susanne Nittel (DBG), Annkathrin Wulff (SPD), Stefanie Seemann (Grüne), Ingrid Gremminger (AfD) und Liane Papaioannou (IG Metall) sind mit dem Verlauf der Messe zufrieden. Privat
Großer Andrang herrscht auch in diesem Jahr wieder auf der „Beruf aktuell“, der Ausbildungs- und Studienmesse im CongressCentrum Pforzheim. Tilo Keller
Incoronata Mastromatteo (Salon Medusa, zweites Ausbildungsjahr) frisiert am Stand der Friseurinnung Tiziana Ruccia.
Simon Hegewald (rechts) von der Bundespolizei berät Viktoria Kazmierczak (17 Jahre) und ihre Eltern Simone und John-David Kazmierczak aus Straubenhardt.
Am Stand von Chopard schauen Tabea Stiehl (15 Jahre) und ihre Mutter Carolin zu, wie Corina Krämer eine Kette poliert (von links).
Tim Bahm von OBE aus Ispringen zeigt Lucas Mantei (14 Jahre), wie beweglich Brillenscharniere sind.
Am Stand der „Pforzheimer Zeitung“ beraten Matthias Roller (Zweiter von links) und Armin Heinz Kim Wolfinger (rechts) und ihre Mutter Tanja Wolfinger aus Neulingen.
Pforzheim
„Beruf aktuell“ lockt rund 7000 Besucher ins CCP
  • Laura Cichecki Und Maximo Gonzalez

Pforzheim. Ausschlafen kam für viele Jugendliche aus der Region am vergangenen Samstag nicht in Frage. Stattdessen ergriffen sie die Chance, ihre berufliche Zukunft in die Hand zu nehmen. Insgesamt waren es etwa 7000 Besucher, die sich bei der Ausbildungs- und Studienmesse „Beruf aktuell“ im CongressCentrum Pforzheim und in der Jahnhalle an insgesamt 208 Ständen über verschiedene Berufe informierten.

Von neun Uhr an stürmten die Schüler und Absolventen die Hallen. „Wir versuchen im Vorfeld, gut dafür zu werben. Es kann eigentlich nicht sein, dass ein Schüler aus der Region nichts von der Messe mitbekommen hat“, ist Stefan Gauß, Pressesprecher der Agentur für Arbeit, überzeugt. Bereits seit 25 Jahren organisiert die Agentur die bei Schülern und Firmen gleichermaßen beliebte Veranstaltung.

Fülle an Angeboten

„Die Unternehmen nutzen die Messe gerne als Plattform, um sich auf Augenhöhe zu präsentieren. Bei der Fülle an Angeboten ist es wichtig, auch persönlich mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten. Es werden Berufe von A bis Z präsentiert – vom Augenoptiker bis zum Zerspanungsmechaniker“, so Annette Hanfstein, stellvertretende Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit.

Lehrlinge der Konditoreiinnung führten an ihrem Stand vor, welchen Aufgaben sie tagtäglich in ihrem Unternehmen nachgehen. Bären aus Marzipan oder Blumen aus Zuckerguss sind dabei aber als ein kleiner Teil davon, was sie während ihrer Ausbildung erlernen.

Für jeden etwas dabei

Besonders typisch für die Goldstadt war zudem das üppige Angebot an unterschiedlichen und auch ausgefallenen Ausbildungsberufen, wie etwa Goldschmied, Edelsteinfasser (Schmuckindustrie), Maskenbildner (Theater) oder Tierpfleger (Wildpark). Aber nicht nur Ausbildungsberufe wurden vorgestellt, sondern auch Studiengänge. „Dieses Jahr gibt es besonders viele freie Duale Studienplätze. ‚Beruf aktuell‘ bietet also eine enorme Palette an Möglichkeiten“, stellte Michael Kinzel, Berater für akademische Berufe, fest. Sowohl während der Veranstaltung, als auch im Vorfeld hatten die Initiatoren eine Art Bewerbungs-Workshop angeboten. Interessierte konnten ihre Unterlagen überprüfen lassen und sich den ein oder anderen guten Tipp für das bevorstehende Bewerbungsgespräch holen.

„Wir haben uns informiert und erfahren, dass es in der Region für dieses Jahr noch mehr als 1000 freie Ausbildungsstellen gibt“, so Gauß. „So gute Chancen für Bewerber gab es bisher noch nie“, fügte Kinzel hinzu.

Bei einem Rundgang konnten die Veranstalter viel positive Resonanz entgegennehmen. „Sowohl die Aussteller als auch die Besucher sind sehr zufrieden“, sagte Annette Hanfstein stolz. Das heiße aber nicht, dass sich ihr Team nun auf den Lorbeeren ausruhen könne. „Nach der Messe ist vor der Messe“, stellte die stellvertretende Geschäftsführerin klar. „Die kommende Woche werden wir dafür nutzen, auszuwerten, was gut und was schlecht war“, so Hanfstein weiter. Die Entwicklung einer App stehe zudem bereits in den Startlöchern.