Pforzheim. Plötzlich steht die PZ am Pranger. Unvermittelt haben die Macher des Mittelaltermarkts den Pressevertreter in die Schranken gewiesen. Es ist allerdings keine Strafe, sondern ein Vergnügen, das sich ganz sicher viele Besucher der Meile im Blumenhof nicht entgehen lassen werden. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für diese vorweihnachtliche Bereicherung, die am Montag, 27. November, eröffnet wird.
Eine Woche lang haben die Mittelalterleute beim alten Schlachthof in der Oststadt Station gemacht, um den alten Zeiten einen neuen Schliff zu verpassen. Gestern sind sie vorübergehend wieder von dannen gezogen, um am 10. November zum Aufbau in der City zurückzukehren.
Das Treiben zwischen Schloß- und Barfüßerkirche wird bei der sechsten Auflage des Markts besonders bunt. Dafür sorgt nicht nur der Pranger als neue Attraktion für spaßige Fotomotive. Auch die hölzernen Portale und der Turm beim Badhaus wurden aufgehübscht und bemalt. Die Taverne, an der unter anderem der längst legendäre Kräuterwein „Hypocras“ in die Becher fließt, wurde überholt, die Thekenbretter sind nun abgeschliffen und frisch lackiert.
Wie Veranstalter Christian Moll berichtet, haben in den zurückliegenden Tagen 15 ehrenamtliche Helfer – Mitglieder und „Fans“ des Vereins Lebendiges Mittelalter – alles gegeben. Bewährtes, aber auch Neues erwartet die Gäste, die sich im Blumenhof gern auf eine Zeitreise begeben. Erstmals ist etwa ein Brandmaler zu erleben, der mit glühenden Eisen Leder, Horn oder Holz beschriftet. Der Stand mit Seifen aus Ziegenmilch ist nach einer Pause wieder da. Und ein Gourmetstand feiert Premiere – mit überm Feuer zubereiteten Flammlachsen, Riesengarnelen, Forellen und Steckerlfisch. Seine Runden dreht ein Riesenrad – „das funktionierende“, ergänzt Molls Frau Carmen Schluchter verschmitzt. Ein erstes Modell war vor zwei Jahren zwar schön anzusehen gewesen, aber nie recht in die Gänge gekommen.
Anders als im Vorjahr, als beide Pforzheimer Weihnachtsmärkte wegen der kalendarisch frühen Lage des ersten Advents ohnehin besonders lange andauerten, wird der Mittelaltermarkt wieder eine Zugabe haben: Nach einer Unterbrechung am 24. und 25. Dezember geht der Budenspaß weiter bis zum 30. Dezember, an dem eine Vor-Silvesterparty samt bayerischer Mundart-Band den krönenden Abschluss bildet.
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