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Barbara Baron-Cipold, Brigitte Walter und Birgitta Schmid (von links) lassen sich von der Fotografin Rosemarie Strobel-Heck ihre Bilder erklären. Foto: Roller
Barbara Baron-Cipold, Brigitte Walter und Birgitta Schmid (von links) lassen sich von der Fotografin Rosemarie Strobel-Heck ihre Bilder erklären. Foto: Roller
11.06.2019

Bilder offenbaren den Charakter von Bäumen: Rosemarie Strobel-Heck stellt Fotografien aus

Pforzheim. Von den Kräften des Windes ist einer in eine Parabelform gebracht worden. Einer steht vor gelb-braunem Himmel, der ein nahendes Unwetter anzukündigen scheint. Einer ist lange nicht geschnitten worden, sieht wild und widerspenstig aus. Die Bäume auf den Fotografien von Rosemarie Strobel-Heck haben einen Charakter, eine Persönlichkeit. Zwölf Bilder der in Kieselbronn lebenden Künstlerin sind derzeit im Bürgerhaus Buckenberg-Haidach zu sehen.

Entstanden in den zurückliegenden 20 Jahren, zeigen die meisten von ihnen Bäume in der Umgebung von Kieselbronn: junge, alte, gesunde und kranke.

„Es wäre interessant, zu erfahren, was diese Bäume wohl alles erzählen würden, wenn sie sprechen könnten“, sagt die Künstlerin, die ihre Ausstellung „Trees & Some Stupid Things“ genannt hat. Das Fotografieren ist ihr Hobby. Ein Hobby, zu dem sie kam „wie die Jungfrau zum Kind“. ährend des Studiums fing sie in einem Jugendzentrum damit an, lernte den Umgang mit der Kamera, das „Spiel mit Blende und Zeit“ und entwickelte die Bilder noch selbst in einem Labor, das sie in ihrem Badezimmer eingerichtet hatte. Von ihrem ersten Gehalt kaufte sie eine hochwertige Kamera, mit der man selbst dann noch fotografieren konnte, wenn die Batterie schon leer war. Gegen die Digitalfotografie hat sich die Künstlerin lange gesträubt – bis sie vor acht Jahren dann doch nachgab. „Das Entscheidende ist, ein Auge für gute Motive zu haben“, sagt Strobel-Heck.Dss sie ihre Bilder ausgerechnet im Bürgerhaus Buckenberg-Haidach zeigt, ist kein Zufall: Die Künstlerin ist Mitglied des Trägervereins, war viele Jahre in dessen Vorstand aktiv. Neben den Aufnahmen von Bäumen gibt es auch eine überwucherte Tempelanlage in Kambodscha, und eine Allee in Dinkelsbühl ist zu sehen. Und: Ein Kartenspiel zeigt die Musiker der Kieselbronner „Gugge Gaiße“. Anstelle von Orden verschenkt es der Guggenmusik-Verein an seine Ehrengäste. An das Fotoshooting mit Strobl-Heck kann sich der Vorsitzende Hartmut Seifried noch genau erinnern: „Wir haben alle antreten müssen im Vereinsheim.“ Dann hat die Künstlerin die Fotos gemacht. „Alles hochprofessionell, wirklich toll.“