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Büchenbronn nach der Wahl des Ortschaftsrats: Wähler erzwingen ein Patt

Pforzheim-Büchenbronn. Die großen Themen werden den Büchenbronnern auf Jahre nicht ausgehen – demzufolge auch nicht teils leidenschaftliche Debatten unter den Mitgliedern des Ortschaftsrats, mit den Bürgern im Rahmen der Fragestunde beziehungsweise mit den Spitzen der Stadtverwaltung, die sich (mindestens) einmal im Jahr dem Gremium stellen: Ortskernsanierung, Umgehungsstraße, Temporeduzierung auf der Durchgangsstraße, Ausbau der Waldschule zur Realschule, fehlende Hort- und Kitaplätze, das Ringen um mehr Gewerbefläche und einen Häckselplatz, um nur Einiges zu nennen, was den Büchenbronnern auf den Nägeln brennt.

Vom Tisch ist das lange Zeit heiß diskutierte Thema Windkraft; die Aufnahme beziehungsweise Integration von Flüchtlingen – und endlich hat man in der ablaufenden Legislatur nach langem Anlauf ein neues Feuerwehrgerätehaus bekommen.

Wer hat die Mehrheit?

Beide – bundesweit (noch) – „großen“ Parteien mussten im „schönsten Stadtteil“ (Ortsvorsteher Bernhard Schuler) ordentlich Federn lassen: Die SPD verlor in Büchenbronn 7,1, die CDU sogar 9,4 Prozentpunkte. Gewinne hingegen fuhren die Freien Wähler (plus 8,8 Prozentpunkte), die Bürgerliste (plus 4,2) und die FDP (plus 3,4) ein. In Plätzen im zwölfköpfigen Gremium bedeutet das, dass die SPD trotz Stimmenverlusten ihre vier Sitze behalten konnte, die CDU nur noch zwei statt drei hat – und es bei den Freien Wählern umgekehrt ist. Wie die CDU stellt auch die Bürgerliste zwei Ortschaftsräte. Das tat sie auch bei der Wahl vor fünf Jahren. Bis Andrea Pachaly-Szalay die Seiten wechselte – von der Bürgerliste (und damit Reinhard Klein) an der Seite von Hans-Jürgen Burfeind (FDP). Mit dem bildete sie eine Fraktionsgemeinschaft. Nun sitzt Dirk Aigenmann an der Seite Kleins, der im Übrigen der einzige Abgeordnete aus Büchenbronn ist, der für die eigens vor der Wahl gegründete Bürgerliste Pforzheim im Gemeinderat sitzen wird.

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