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Oberbürgermeister Gert Hager (links) überreicht Gerhard Sonnet das Bundesverdienstkreuz. Ehefrau Elke ist stolz auf ihren Mann und freut sich.   Tilo Keller
Oberbürgermeister Gert Hager (links) überreicht Gerhard Sonnet das Bundesverdienstkreuz. Ehefrau Elke ist stolz auf ihren Mann und freut sich. Tilo Keller
21.05.2017

Bundesverdienstkreuz für den „Pforzheimer Bub“

Der Saal in der Residenz Ambiente, mitten in der Stadt, mit Blick auf die Enz ist gut gefüllt. Die komplette Bürgermeisterriege der Stadt Pforzheim und viele Gemeinderäte haben Platz genommen. Aber auch Familie und Freunde sind gekommen.

Sie alle wollen dabei sein, wenn Notariatsdirektor a. D. Gerhard Sonnet, 42 Jahre Mitglied des Gemeinderats und 15 Jahre Fraktionsvorsitzender der Fraktionsgemeinschaft Freie Wähler, Unabhängige Bürger, LBBH, aus den Händen von Oberbürgermeister Gert Hager das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, verliehen bekommt. Für Gert Hager ist es eine besondere Freude, wie er sagt. „Ich kenne niemanden, der es in der Stadt mehr verdient hätte. Sich für das Wohl der Allgemeinheit, für das Wohl ihrer Heimatstadt einzusetzen, war stets ihre Motivation.“

Nach Jahren des Studiums sei Sonnet, 1936 geboren, in seine Heimatstadt zurückgekehrt und sei in den Notariatsdienst eingetreten. Am 30 November 1971 sei Sonnet vom damaligen Oberbürgermeister Dr. Willi Weigelt als Gemeinderat verpflichtet worden. Es sollen 42 Jahre werden, die Sonnet sich für die Belange der Stadt einsetzt. An zahlreichen wichtigen Entscheidungen wie die Errichtung der neuen Stadthalle, heute das CongressCentrum, Neubau des Stadttheaters und der Neugestaltung des Marktplatzes ist er beteiligt. Als Zeichen des Dankes erhält der Notariatsdirektor a. D. 2013 die Bürgermedaille der Stadt Pforzheim verliehen. Heute lebt Gerhard Sonnet mit seiner Frau Elke mit der er am 24. Juni 50 Jahre verheiratet sein wird, in der Residenz Ambiente.

„Es ist schön, im Alter eine solche Auszeichnung erhalten zu dürfen“, sagt Sonnet bewegt. Zum Scherzen ist er immer noch aufgelegt. Als Gert Hager Sonnet das Verdienstkreuz anstecken will, klappt das nicht sofort. Hager: „Ich möchte Herrn Sonnet nicht erstechen.“ Dieser kontert: „Das lohnt sich jetzt auch nicht mehr“ und hat die Lacher der Gesellschaft auf seiner Seite.

Die Feier umrahmt die Klezmer-Gruppe „Shtetl Tov“ aus Bruchsal. Heike und Tobias Scheuer sowie Sonnets Schwiegertochter Reka Sonnet präsentieren „Papirosn – Varshaver Freylach“ und „Czardas“ – und sie ernten dafür tosenden Beifall wie Gerhard Sonnet für sein Lebenswerk.

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