Pforzheim. Das städtische Planungsamt hat im Rahmen des Projektes „Kanale Grande“ gemeinsam mit diversen Akteuren verschiedene Angebote zusammengestellt, um den Raum im Bereich der Bleichstraße neu zu beleben und die Sicht auf die Stadt und das Quartier neu zu fokussieren.
„Die Resonanz auf unsere Quartiersentwicklung in der Bleichstraße ist hervorragend. Die Angebote werden gut angenommen, und wir freuen uns, auf noch mehr Nutzerinnen und Nutzer und weitere Mitwirkende“, äußert sich Bürgermeisterin Sibylle Schüssler zu dem Experiment auf Zeit.
Eine wichtige Funktion nehmen dabei private Flächen ein, die üblicherweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich wären.
Die sogenannte „Chill-Out-Area“ an der Kanalstraße und der „Pocket-Park“ auf der gegenüberliegenden Seite, befinden sich im Eigentum von Privatpersonen, die diese Flächen der Stadt für eine öffentliche Nutzung zur Verfügung gestellt haben. Die Flächen wurden daraufhin vom Planungsamt und den Technischen Diensten mit Sitz- und Spielmöglichkeiten ausgestattet, sodass sie zum Verweilen einladen.
Sicherheitsbedenken führen zu Schließung
Im Rahmen einer Begehung des „Chill-Out-Areals“ wurden jedoch lose Steine und eine Wölbung der Stützwand festgestellt, die wahrscheinlich auf die starken Regenfälle zurückzuführen sind. Aus Sicherheitsgründen hat die Stadtverwaltung in Absprache mit dem Eigentümer den Platz geräumt und für die Öffentlichkeit wieder gesperrt.
Die übrigen Angebote bleiben weiterhin erhalten. Zwischen Kallhardt-, Kanal- und Bleichstraße will die Stadt zeigen, was gemeinsam in Pforzheim möglich ist: Themen wie die Mobilitätswende, lebendige Nachbarschaften, Straßen, die für die Menschen gestaltet sind, aber auch mehr Grün für Klimaschutz und Klimaanpassung – das alles soll für mehr Raum für Leben und Ideen entstehen. Das Quartier soll zeigen, dass es zu einem Platz für alle werden kann.
Mit mehr Bäumen, mehr Grün an Fassaden, auf Dächern sowie in den Innenhöfen, wo Menschen flanieren, sehen und verweilen wollen. Verkehrsberuhigung, Aufwertung des öffentlichen Raums, Klimaschutz und Ökologie stehen damit zugleich für die soziale Komponente im Quartier mit neuen Begegnungen und neuen, vielleicht ungewohnten Perspektiven. Die kleine, bis dato eher unbedeutende Kanalstraße wird optisch und sozial damit zum „Kanale Grande“. pm
Die Angebote stehen bis Freitag, 15.Oktober, im Quartier zur Verfügung. Bei guter Resonanz sollen sie laut Stadtverwaltung nächstes Jahr dann über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben. Feedback kann per E-Mail an planungs-amt@pforzheim.de geschickt werden.

