Ein buntes Feuerwerk zirzensischer Ideen: Seit Samstag gastiert der Circus Carl Althoff in der Goldstadt – mit Ringtrapez, Dressurnummern, Akrobaten, Tierschau und Clowns. Seine Vorstellungen präsentiert der Familienzirkus noch bis Sonntag, 13. Mai, auf dem Messplatz.
In der Manege von Direktor Stefan Frankordi lebt die Tradition einer ausgesprochen weitverzweigten deutschen Zirkusdynastie fort: 35 Familienmitglieder jedes Alters gestalten mit ihm gemeinsam ein vielfältiges Programm, das sofort alle Blicke auf sich zieht. Lebhafte braun-weiß gezeichnete Pinto-Schecken eröffnen das Programm des klassischen Reisezeltzirkus’: Sie tanzen paarweise zu „Tulpen aus Amsterdam“. Helles Kinderlachen begleitet die Pferde, wenn sie auf Kommando „schlafen gehen“.
Tanz mit dem Hula Hoop
Die zierliche Lesley Sperlich schlüpft gleich in mehrere Rollen: Sie schwebt am Trapez, tanzt mit einer ganzen Armada bunter Hula-Hoop-Reifen oder präsentiert eine muntere Schar langmähniger Ponys, die fantasievoll als kleine Einhörner kostümiert sind. Die vielleicht beeindruckendste Dressurnummer der Vorstellung präsentiert der Direktor selbst: Verkleidet als Scheich „Ali Ben Hassan“, geleitet er eine vierköpfige Kamelkarawane zu Pferde in die Manege. Star bei den Kindern wird, neben dem Clown Guiseppe Zalotti, fast automatisch Marcel Franks Hundenummer, an der ein Dreikäsehoch aus dem Publikum mitwirken darf: Henri (6) nimmt in der Manege Platz und streckt einen Ring in die Höhe. Einer von Marcel Franks flinken Hunden springt von hinten durch den Reif. Henri sagt später: „Ich habe eigentlich nur etwas Schwarzes vorbeihuschen gesehen.“ Auch bei anderen Nummern – beim Bälle werfen oder bei der „Reise nach Rom“ – sind sie Kleinsten die Größten – und für einen Glücksmoment im Rampenlicht.
Am Eingang zum Zelt macht der Circus Carl Althoff korrekt darauf aufmerksam, dass der italienische Dompteur Franzisko Hernandez und seine Löwen nicht Teil des aktuellen Programms sind. Im Gespräch berichtet Direktor Frankordi von einem tragischen und überraschenden Krankheitsfall in der Familie des Tierbändigers, mit dem er anderthalb Tourneen gearbeitet habe.
Eine unterhaltsame und vergnügliche Show – so verspricht es auch schon der Aushang beim Kassenhäuschen – bietet der Circus Carl Althoff dennoch. Junge und Junggebliebene, die den Zirkus lieben, dürfen hier Nummern genießen, die das Publikum – Eltern wie Kinder – am Manegen-Spaß kurzerhand teilhaben lässt. Marcel Frank schafft es, Mütter und Väter so auf Stühlen ineinander zu „verschachteln“, dass er die Stühle am Schluss entfernen kann. Und Clown Zalotti ruft einen vielleicht sechs-, siebenjährigen Jungen als „starken Mann“ zu Hilfe, um ein Tau, an dem gar kein Tier mehr hängt, in die Manege zu ziehen.
Weitere Vorstellungen: Montag, 17 Uhr (Familiennachmittag), Donnerstag und Freitag, 17 Uhr, Kindermitmachtag (Erwachsene zahlen Kinderpreise), Samstag, 15 und 19 Uhr sowie Sonntag, 15 Uhr. Infos im Internet unter www.circus-carl-althoff.de.


