Vor dem Wichernhaus stehen vorsorglich Container für Obdachlose. Foto: Meyer
Pforzheim
Container in Pforzheim: So soll Obdachlosigkeit bekämpft werden

Pforzheim. Die Zahl der Obdachlosen steigt und steigt – ein Ende ist nicht in Sicht, insbesondere vor dem Hintergrund von coronabedingten Entlassungen, Mietrückständen, Wohnungskündigungen. In diesem Zusammenhang will Pforzheim Wege gehen, die Karlsruhe seit mehr als zwei Jahrzehnten beschreitet: Statt teure Wohneinheiten zu übernehmen, um von Rechts wegen Wohnsitzlose einzuweisen (darunter aktuell knapp 100 Minderjährige) plus der Personalmehrkosten für Hausmeister, spricht die Stadt via Anzeigen potenzielle Vermieter an, quartiert die Klientel dort ein, übernimmt die Mietgarantie und die soziale Begleitung.

Karlsruhe habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, so Harald Stickel, Chef von Plan B (früher Aktionsgemeinschaft Drogen) als Mitglied des Ausschusses für Soziales und Beschäftigung, der einstimmig für die Vorlage votierte. Demzufolge ist die Akquirierung von zunächst 15 Wohnungen mit einer durchschnittlichen Belegung von zweieinhalb Personen angedacht.

Apropos Obdachlose: Eher en passant erwähnte der neue Sozialamtsleiter Joachim Hülsmann die Aufstellung mehrerer Container für jeweils zwei bis drei Personen vor dem Wichernhaus – als „Erfrierungsschutz“ für durchreisende Obdachlose, die in Zeiten von Covid-19 nicht einfach in die Obdachlosenunterkunft gegenüber dem Haus der Jugend eingewiesen werden können.

Mehr über die Sitzung des Ausschusses für Soziales und Beschäftigung lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.