SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast. Archivbild: Meyer
PZ
Pforzheim
Corona-Protest in Pforzheim: Mast fordert Abgrenzung zu Neonazis – Demo-Anmelder kennen Toel nicht
  • pm

Pforzheim. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast hat auf öffentliche Berichte reagiert, wonach der in rechtsextremen Kreisen bestens bekannte US-Amerikaner William Toel am Montagabend an einer Pforzheimer Demo gegen die Corona-Maßnahmen teilnahm.

„Jede und jeder kann sich anschauen, was dieser Mann sagt und schreibt. Da ist die Rede von einer ,Schlacht um die neue Weltordnung‘, vom ,Great Reset‘ und einer ,deutschen Seele‘, die sich ,befreien‘ müsse. Das ist nicht nur erschreckend, das sind rechtsextreme Verschwörungstheorien und nichts anderes“, so Mast.

Mast stellt den Auftritt Toels in eine Reihe mit weiteren Meldungen rund um die Pforzheimer Demos. Da sei etwa das wiederholte Auftauchen von „Ungeimpft“-Aufklebern in Aufmachung eines „Judensterns“, der während der NS-Diktatur als Zeichen der Ausgrenzung und Entrechtung von Juden diente, oder die Tatsache, dass die rechtsextreme Identitäre Bewegung durch Gruppen wie „Pforzheim Revolte“ Teil der Demonstrationen geworden sei. Sie erwarte von denjenigen, die die Demonstrationen organisieren und anmelden, eine eindeutige Klarstellung, dass Rechtsextreme nicht erwünscht seien.

Unterdessen haben sich auch die Demo-Organisatoren zu Wort gemeldet. Sie hätten von Toels Anwesenheit nichts gewusst, ihn nicht eingeladen und seien nicht für jeden Einzelnen verantwortlich, der zu der Kundgebung komme. Berichte über solche Teilnehmer sollten das Anliegen der Kundgebung diskreditieren. Diese sei nicht rechts oder links, sondern für Selbstbestimmung.