Auch die Stadt Pforzheim muss ebenfalls wie bereits Knittlingen (siehe Foto) weitere Möglichkeiten zur Aufbewahrung von Verstorbenen schaffen.
Gonzalez
Pforzheim
Corona-Todeszahlen sprunghaft gestiegen: Pforzheim bestellt zwei zusätzliche Kühlcontainer zur Lagerung von Toten
  • stp/sb/juw

Pforzheim. Vergangenen Freitag sind zwei zusätzliche Kühlcontainer geliefert worden, die die Stadt Pforzheim zur Lagerung von Verstorbenen bestellt hat. Das teilte die Verwaltung in einem Bericht an die Presse mit.

Während dieser Jahreszeit sei ein Anstieg der Sterbefälle nicht unüblich und könne grundsätzlich auch durch die vorhandenen Lagerkapazitäten bewältigt werden, hatte die Erfahrung der städtischen Friedhofsverwaltung gezeigt. Im Lauf der vergangenen Woche seien jedoch, so heißt es in der Pressemitteilung, aufgrund der gestiegenen Corona-Fälle auch die Todeszahlen in Pforzheim sprunghaft angestiegen. "Die Kapazitätsgrenze bei der gekühlten Lagerung wurde in kürzester Zeit erreicht", so die Stadt.

In der bedauerlichen Aussicht, in den nächsten Wochen etliche weitere Corona-Verstorbene verzeichnen zu müssen, will die Stadt auf den damit verbundenen steigenden Bedarf an Kühlkapazitäten vorbereitet sein, so die einhellige Meinung im Verwaltungsstab. Schon frühzeitig im Verlauf der ersten Pandemiewelle im Frühjahr hatte der Stab reagiert und erstmals zwei zusätzliche Kühlcontainer angeschafft, die nun zum Bedauern der Verantwortlichen ergänzt werden müssen.

Erst am Montagnachmittag gab das für Pforzheim und den Enzkreis zuständige Gesundheitsamt bekannt, dass in den vergangenen Tagen 13 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus starben.

Viele Corona-Tote in Knittlingen

Auch die Stadt Knittlingen hatte in den vergangenen Tagen einen Kühlcontainer anschaffen müssen, in dem einige Verstorbene neben der Aussegnungshalle zwischengelagert werden. „Das ist für uns alle belastend“, betonte Knittlignens Bürgermeister Heinz-Peter Hopp in diesem Zusammenhang gegenüber PZ-news.

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