An der Luisenstraße 6 verlegte Gunter Demnig 2012 zwei „Stolpersteine“ im Beisein von Jürgen Wahner (mittlerweile verstorben) sowie Christa Mann, Frank Hirschfeld und Hans Mann (von links), als Vertreter der Pforzheimer Initiative.
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Pforzheim
Corona bringt Erinnerungskultur durcheinander: „Stolperstein“-Verlegung im Sommer

Pforzheim. Überall im Stadtbild erinnern ins Pflaster eingelassene Messingquader namentlich an Opfer der Nazi-Herrschaft: Pforzheimer, die verfolgt, ermordet, in den Selbstmord getrieben wurden oder sich in letzter Minute retten konnten: Rund 300 „Stolpersteine“ hat der Kölner Künstler Gunter Demnig bereits verlegt. Weitere sollen folgen.

Der Termin für die Verlegung 26 neuer „Stolpersteine“ in diesem Frühjahr war auf den 15. März geplant. Aufgrund der aktuellen Situation in der Corona-Pandemie, so der Initiator der Verlegung der „Stolpersteine“ in Pforzheim, Hans Mann, habe Demnig alle Verlegungen von Stolpersteinen bis zum 25. April abgesagt. Einen Nachholtermin in der Goldstadt könne es nicht geben, da alle Termine bis Ende 2021 schon vergeben seien. Mann: „Aus diesem Grund werden wir die Verlegung in eigener Regie zusammen mit den Technischen Diensten vornehmen.“

Da es dem Thema nicht angemessen sei, eine Verlegung ohne die Paten und ohne Teilnahme der Pforzheimer Bevölkerung vorzunehmen, habe sich die Initiative entschlossen, einen Termin im Frühsommer zu suchen, an dem hoffentlich bessere Voraussetzungen herrschten. Vor allem auch deshalb, da bei einigen Steinen Schüler des Hilda-Gymnasiums bei der Erforschung der Daten beteiligt seien, und die Mitte März ihre Klausuren schreiben, und somit an einer Verlegung am 15. März ohnehin nicht hätten teilnehmen können. Die Vorbereitungen für eine Verlegung von weiteren „Stolpersteinen“ im Frühjahr 2022 habe bereits begonnen, und man sei auf der Suche nach weiteren Paten.

www.stolpersteine-pforzheim.de.

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