
Pforzheim. Rustem lebt seit fünf Jahren in der Luisenstraße, und das Wort Stickstoffoxid hat der Iraker noch nie gehört. Aber er weiß, was man meint, wenn man ihn auf den Verkehr vor seiner Haustür anspricht; einmal die Woche müsse man hier die Fenster putzen, sagt er. Um das zu beweisen, galoppiert er in den dritten Stock, öffnet das Schlafzimmerfenster und zieht seine Handfläche wie einen Lappen quer über das Glas – dann sprintet er wieder runter zum Gehsteig.
Auf seiner Haut klebt schwarzer Staub. Dieses Zeug, das unzählige vorbeifahrende Fahrzeuge täglich hinterlassen, da ist sich Rustem sicher, macht krank.
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