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Freuten sich über die Spendengala im Restaurant-Café „troc“: Der neue Betreiber Delil Karababa und Uwe Hück (von links). Foto: Meyer

Das „troc“ meldet sich im Herzen der Fußgängerzone zurück

Pforzheim. Seit Ende Oktober 2014 stand das ehemalige Kult-Café leer. Mit einer Spenden-Gala zugunsten der PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ und der Lernstiftung von Uwe Hück wurde das Restaurant-Cafe „troc“ am Samstagabend wiedereröffnet. In Kooperation mit der „Wohnfabrik“ wurde das Lokal neu gestaltet: Viel Holz, Stahl, Stein und Leder. Und Gold, weil Pforzheim ja gerade das 250-jährige Bestehen der Goldstadt feiert.

An dieser Stelle stand vor der Zerstörung der Stadt am 23. Februar 1945 das „Schauspielhaus“ (früher Viktoria-Theater, ab 1935 Stadttheater) mit dem Café „Trocadero“. Das unter Denkmalschutz stehende Wohn- und Geschäftshaus Westliche 28 mit dem „troc“ im Hintergebäude war 1952/1953 nach Plänen des Architekten Josef Lorscheidt unter Mitwirkung von Professor Karl Heinz Stocker errichtet worden. Es war der erste Nachkriegsbau in der traditionsreichen „Brötzinger Gass‘“, der früheren Flaniermeile der Goldstadt. Das „troc“ wurde zu einem beliebten Treffpunkt, auch wegen der Tanzkapellen, die hier aufspielten. Es gab kaum einen Betriebsausflug, der nicht im „troc“ endete.

Mit Live-Konzerten und Events will der neue Betreiber Delil Karababa (28) an diese Tradition anknüpfen. Er stammt aus einer Gastronomen-Familie – sein Vater betreibt seit vielen Jahren das Grillrestaurant Aratat an der Östlichen/Schloßberg. In Pforzheim aufgewachsen, besuchte Karababa das Fritz-Erler-Gymnasium und war selbst früher Gast im „troc“. Seine Gäste sollen sich auf deutsch-italienische Küche freuen, sich im „troc“ wohlfühlen – egal ob mittags oder abends.