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Vor dem CongressCentrum protestieren circa 40 Demonstranten gegen den AfD-Bürgerdialog, zu dem laut Veranstalter 400 Teilnehmer erwartet wurden. Die Polizei sorgte nach eigenen Angaben dafür, dass alle Besucher ungehindert eingelassen werden konnten.
Vor dem CongressCentrum protestieren circa 40 Demonstranten gegen den AfD-Bürgerdialog, zu dem laut Veranstalter 400 Teilnehmer erwartet wurden. Die Polizei sorgte nach eigenen Angaben dafür, dass alle Besucher ungehindert eingelassen werden konnten. © Ketterl
12.07.2017

Demo vor dem CCP: Gereizte Stimmung vor AfD-Veranstaltung

Pforzheim. „Probleme illegaler Einwanderung“ heißt das Thema der Veranstaltung an diesem Mittwochabend – es hat nicht nur im Vorfeld polarisiert. Rund 40 Demonstranten stehen vor dem CongressCentrum, um gegen den dort um 19 Uhr beginnenden AfD-Bürgerdialog zu protestieren. Die Stimmung ist gereizt.

Die AfD, die für diesen Abend das Hausrecht im Mittleren Saal besitzt, hat für die Veranstaltung eigene Türsteher engagiert, die den Einlass in das CCP regeln. Entgegen der Ankündigung im Internet, ist die Veranstaltung offensichtlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Medienvertreter sollen am Einlass ihren Presseausweis vorzeigen und dürfen dann doch nicht rein. Sie hätten ihren Personalausweis für die Zeit des Aufenthalts abgeben müssen. Ein Blick durch das Fenster in den Eingangsbereich zeigt den herzlichen Empfang, der denjenigen bereitet wird, die wohl eine persönliche Einladung der Partei erhalten haben: Sie werden mit Sekt und Häppchen begrüßt.

Zu Ausschreitungen draußen kommt es nicht. Unter den Demonstranten sind, so die Polizei wörtlich, Mitglieder der „Antifa“, aber auch „Bürgerliche“. Mehrere Stadträte sind auszumachen. Die Vorgehensweise der Polizei stößt teilweise auf Unverständnis: Man habe sie „rücksichtslos“ und „ohne Erklärung“ weg vom Eingangsbereich gedrängt, berichten mehrere Anwesende. Die Stadträte Ralf Fuhrmann (SPD) und Felix Herkens (Bündnisgrüne) schildern, von einem Polizisten stark in den Oberarm gezwickt worden zu sein. Bei Herkens hat dies deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. Dieser Beamte habe die beiden außerdem gefragt, ob sie gerade aus Hamburg kämen. Wenig später ist an einigen Polizeiuniformen kein Namensschild mehr auszumachen. Gegen 19.30 Uhr beruhigt sich die Lage, Demonstranten und Polizisten ziehen sich zurück.

Fotos und kurze Videos von der Demonstration und dem Polizeieinsatz gibt es auch auf dem Snapchat-Account der PZ: pznews

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