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Eine Demonstrantin in Köln hält ein Bild von der Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete mit der Aufschrift „#FREECAROLA!“ in der Hand.  Foto: dpa 

Demo zur Seenotrettung in Pforzheim geplant: Pforzheim soll „sicherer Hafen“ werden

Pforzheim. Die Entkriminalisierung von privater Seenotrettung, legale Fluchtwege sowie die Aufnahme von Bootsflüchtlingen - all das sind Forderungen der internationalen Bewegung „Seebrücke“. Die Pforzheimer Ortsgruppe sowie „Fridays-for-Future“ gehen mit Unterstützung aus Karlsruhe am Samstag, 6. Juli, auf die Straße, um genau dafür zu demonstrieren. Eines ihrer Ziele: Pforzheim zum „sicheren Hafen“ zu machen.

Von Konstanz im Süden bis nach Kiel im Norden haben sich bereits knapp 70 Städte zu sogenannten „sicheren Häfen“ erklärt – und zeigen sich damit solidarisch mit der internationalen Bewegung „Seebrücke“, die unter anderem die Entkriminalisierung von privater Seenotrettung, legale Fluchtwege sowie die Aufnahme von Bootsflüchtlingen fordert.

Auch in Pforzheim ist die „Seebrücke“ aktiv. Bereits im vergangenen Jahr gingen rund 250 Unterstützer der Bewegung auf die Straße. Am kommenden Samstag, 6. Juli, wollen sie im Rahmen von bundesweiten Protesten ihrer Forderung „Stoppt das Sterben auf dem Mittelmeer“ erneut Nachdruck verleihen. Mit dabei ist dieses Mal auch „Fridays-for-Future“. Start der Demo ist um 14 Uhr am Waisenhausplatz. Nach einer Auftaktkundgebung soll der Zug in Richtung Zerrennerstraße über die Goethestraße auf den Leopoldplatz ziehen, wo eine Zwischenkundgebung geplant ist. Von dort geht es weiter durch die Fußgängerzone zum Abschluss auf den Marktplatz. Auf der ganzen Strecke, so die städtische Pressestelle, wird es zu kurzfristigen Behinderungen kommen. Erwartet werden rund 300 Personen – darunter auch Unterstützer aus Karlsruhe.

Auf PZ-Nachfrage macht die Verwaltung darauf jedoch wenig Hoffnung. „Es muss eine europäische Gesamtlösung für die Aufnahme, die Asylverfahren sowie die Integration oder die Rückführung von Geflüchteten gefunden werden“, erklärt OB Peter Boch.

Mehr über die „Seebrücken“-Demonstration lesen Sie am Donnerstag, 4. Juli, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Jeanne Lutz

Jeanne Lutz

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