
Die DDR, jener zweite Unrechtsstaat auf deutschem Boden, kann bis in seinen Untergang hinein als Anschauungsmaterial fürs Unterdrücken von Presse- und Meinungsfreiheit dienen – mit allen nachteiligen Folgen für ein politisches System selbst, aber in erster Linie für dessen Bürger und den Wunsch nach Demokratie. Worin sich freie und unfreie Presse erkennbar unterscheiden und wie heutige Angriffe auf unsere Pressefreiheit einzuordnen sind, hat PZ-Redakteur Marek Klimanski den Leiter des Pforzheimer DDR-Museums, den Historiker Moritz Bach, gefragt.
PZ: Werfen wir einen Blick in die DDR, deren Geschichte sich das von Ihnen geleitete Museum widmet. Was kennzeichnet eine Gesellschaft, in der es keine freie Presse gibt?
Moritz Bach:Die Bevölkerung weiß und spürt meistens, dass es keine freie Presse gibt, und
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