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Caleb Davis und Claudia Jancura vor der stets neu dekorierten Vitrine.  Foto: Moritz 

Deutschlandweit wohl einmalig: Das steckt hinter dem Vitrinen-CSD am Hauptbahnhof in Pforzheim

Pforzheim. Corona bremst das öffentliche Leben aus und macht auch vor kunterbunten Partys nicht Halt. Wie die Paraden zum Christopher-Street-Day (CSD) fällt auch das Fest „City under the Rainbow“, das die Aidshilfe in Pforzheim sonst jedes Jahr im Kupferdächle veranstaltet, flach. Für die Macher ist dies aber kein Grund zur Resignation, sondern Anlass zu kreativen Höhenflügen. In der westlichen Bahnhofsunterführung ist in den kommenden Wochen etwas zu erleben, das laut Sozialarbeiter Caleb Davis, Projektleiter für Queer Space, deutschlandweit einmalig ist: der Vitrinen-CSD.

Seit Jahren steht der Aidshilfe dieses Schaufenster zur Verfügung. Nun soll es im wöchentlichen Wechsel unterschiedlichste Themen rund um den CSD oder die dort vertretenen Gruppen beleuchten – und Menschen ein Gesicht geben, die sich hinter der Abkürzung LSBTTIQA verbergen. Sie steht für lesbisch, schwul, bisexuell, Transgender, Transident, Intersex, Queer und asexuell. Zum einen wolle man so jene erreichen, die sich noch nicht so intensiv mit diesen Themen befasst haben, erläutert die Leiterin der Aidshilfe, Claudia Jancura. Also Passanten, die mit jedem Seitenblick dazulernen können. Zum anderen gehe es nach Davis‘ Angaben darum, Menschen aus dem Personenkreis von LSBTTIQA, die in der Corona-Krise vielleicht eher einsam und zurückgezogen leben, Mut zu machen und zu zeigen:

„Du bist nicht allein.“

Mehr über den Vitrinen-CSD lesen Sie am Mittwoch, 8. Juli, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Claudius Erb

Claudius Erb

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