Pforzheim. Das ist gerade noch einmal halbwegs gut gegangen. Stundenlang kämpfte die Feuerwehr gegen einen Dachgeschossbrand an der Kaiser-Friedrich-Straße in Pforzheim. Weithin war der dichte Rauch zu sehen.
Am späteren Samstagnachmittag ist es in der Pforzheimer Innenstadt zu einem Dachstuhlbrand gekommen. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war vor Ort.

Großeinsatz an der Kaiser-Friedrich-Straße
Rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr Pforzheim kämpften vom Samstagnachmittag bis in die Abendstunden hinein gegen Flammen und Glutnester eines Brandes im Dachgeschoss und Dachspitzboden eines von zwei aneinander gebauten Mehrfamilienhäusern mit jeweils vier Wohneinheiten an der Kaiser-Friedrich-Straße in Pforzheim. Drei Hausbewohner, die selbst Löschversuche unternommen hatten, wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in eine Klinik eingeliefert.
Ein Bewohner hatte von der Straße aus gesehen, dass starker Rauch aus dem Dachgeschoss der einen Seite des Gebäudekomplexes aufsteigt. Der Qualm kam aus einer Deckenluke zum Dachspitzboden und so warnte er sofort die Hausbewohner und verständigte die Feuerwehr. Um 16.15 ging in der Integrierten Leitstelle der erste Notruf über den Brand ein. Schon auf der Anfahrt wurden aufgrund der starken Rauchentwicklung weitere Kräfte nachgefordert. Im weiteren Verlauf kämpften mehrere Trupps im Innenangriff sowie über zwei Drehleitern von außen gegen die Flammen. Das Feuer fraß sich schnell durch die Decke in die Dachkonstruktion. Das Dach musste großflächig geöffnet werden, um die versteckten Glutnester zu erreichen.
Gegen 18.30 war das Feuer gelöscht. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten noch bis 21 Uhr an. Insgesamt waren rund 60 Feuerwehrleute von Berufsfeuerwehr und Freiwilligen-Abteilungen mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. Vom DRK waren drei Rettungswagen und der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, sowie vom Ehrenamt die Kreisbereitschaftsleitung und Helfer des Ortsvereins Pforzheim mit neun Fahrzeugen und 28 Einsatzkräften vor Ort. Die betroffenen Bewohner wurden vom DRK in der Unterkunft Carl-Hölzle-Straße betreut. Nach derzeitigem Kenntnisstand waren offensichtlich nur fünf Bewohner direkt vom Brand betroffen, die alle in der Nacht bei Bekannten unterkamen.
Der Bereich rund um das Mehrfamilienhaus musste weiträumig abgesperrt werden. Die Kaiser-Friedrich-Straße war für Autos mehrere Stunden nicht befahrbar. Die Polizei schätzt den Schaden auf bis zu 200.000 Euro. Die Dachgeschosswohnung ist durch den Brand nicht mehr bewohnbar. Auch die Wohnung im dritten Obergeschoss wurde durch Löschwasser stark beschädigt. Die Brandursache ist bislang noch nicht bekannt. Ein technischer Defekt kann nicht ausgeschlossen werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.





