
- Christoph Timm
Schon von Natur aus ist Dillweißenstein ein gesegnetes Fleckchen Erde. Doch der „Riesenbogen“, „in welchem sich die neue Brücke über die Nagold spannt“, setzt dem landschaftlichen Reiz die Krone auf. So jedenfalls urteilte Pforzheims Lokalblatt, der „Beobachter“, in seiner Ausgabe vom 2. April 1856. Jene Jahreszahl findet man bis heute am Fußpunkt der burgtorartigen Straßendurchfahrt der Brücke. Scharen neugieriger Menschen pilgerten bald in Gottes Natur hinaus, vom Frühjahr bis in den Spätherbst, um dieses Wunderwerk der Technik zu bestaunen: „Frisch gesohlt sinn meine Stiefel / Heute geht’s nach Weißenstein / In Dillstein gibt’s a Schoppe, / Im „Anker“ no noch ein. / No über d‘ Brück in Wald nuf;/ Der Kräheneck gilt’s heut‘!…“ (Karl Haug, 1906).
Die Bogenbrücke entfaltete magische Anziehungskraft. Dillweißenstein stieg im Ranking nahtouristischer Ziele zur Perle an der Nagold auf. Nur ein Beispiel: 1914 lud das Maifestkomitee der SPD zum Wandertag
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