Der Gründer: Frère Roger hat die Bruderschaft von Taizé ins Leben gerufen.
dpa
Pforzheim
Die Idee einer Gemeinschaft: Ökumenischer Gottesdienst zum 20. Todestag von Roger Schutz
  • Rolf Constantin

Pforzheim. Seit 20 Jahren gedenken die evangelischen und katholischen Gemeinden dem Gründer der Ordensgemeinschaft der Brüder von Taizé. Und viele Gruppen der Gemeinden besuchen seit Jahrzehnten den kleinen Ort bei Cluny im Burgund, um dort das einfache Leben der Brüdergemeinschaft für kurze Zeit kennenzulernen und für sich selbst eine andere Form des Lebens in der Gemeinschaft zu erfahren.

Der Gründer der Gemeinschaft, Frère Roger Schutz, der in einem reformierten Pfarrhaus in Waadt in der Schweiz aufwuchs, kämpfte viele Jahre in seiner Jugendzeit mit einer Lungentuberkulose. In der Zeit entwickelte er die Idee, eine Gemeinschaft zu gründen, in der Güte tagtäglich gelebt wird. Ihm lag am Herzen, junge Menschen für seine Gemeinschaft zugänglich zu machen und zu begeistern. Zeitweise lebten über 100 Brüder in der Gemeinschaft.

Vor 20 Jahren tötete ihn eine geistesgestörte Frau während des Gottesdienstes. Am Sonntag, 24. August um 18 Uhr findet zu seinem Gedenken auf dem Platz gegenüber dem Haupteingang der Herz-Jesu-Kirche statt. Die Initiative, um den Todestag von Roger Schutz einen ökumenisch Gottesdienst zu gestalten, hatte der verstorbene Dekan Bernhard Ihle. Bei diesem Gottesdienst fehlen auch nicht die entsprechenden Gesänge, die auch immer in Taizé begeistern.