Pforzheim. 2.094 Arbeitsunfähigkeitstage und 191 Arbeitsunfähigkeitsfälle kommen auf 100 Erwerbspersonen aus Pforzheim. Die meisten Krankschreibungen haben die Atemwegserkrankungen verursacht, die längsten die psychischen Störungen.
Timo Fahrer, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Pforzheim: „Wer beispielsweise wegen einer Depression oder einer Belastungsstörung krankgeschrieben wurde, war damit im Schnitt 45 Tage arbeitsunfähig."
Die BARMER hat ermittelt, wie häufig und wie lange die Pforzheimer im letzten Jahr krankgeschrieben waren. Auf 100 Erwerbspersonen entfallen demnach 2.094 Arbeitsunfähigkeitstage und 191 Arbeitsunfähigkeitsfälle. Pro Kopf sind das fast 21 Krankheitstage innerhalb des letzten Jahres.


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„Verglichen mit dem Jahr 2024 ist die Zahl der Krankheitstage leicht gesunken, aber trotzdem sind 21 Krankheitstage schon recht viel. Wenn wir uns die Werte für Baden-Württemberg ansehen, dann waren nur die Mannheimer und die Menschen im Neckar-Odenwald-Kreis noch länger krankgeschrieben als die Pforzheimer“, sagt Timo Fahrer, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Pforzheim.
„Wenn wir nach den Gründen für die krankheitsbedingten Ausfälle schauen, dann sehen wir, dass die Atemwegserkrankungen in Pforzheim die häufigsten und die psychischen Störungen die längsten Fehlzeiten verursacht haben. Wer beispielsweise wegen einer Depression oder einer Belastungsstörung krankgeschrieben wurde, war damit im Schnitt fast 45 Tage arbeitsunfähig.“ Laut dem Gesundheitsreport der Krankenkasse lag der Krankenstand in Pforzheim bei etwa 5,7 Prozent (2024: 5,8 Prozent) und damit über dem landesweiten Durchschnitt von 5,02 Prozent.


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Diese Diagnosen führen besonders häufig zu einer Krankschreibung
Die häufigsten Gründe für eine Krankschreibung lassen sich laut BARMER-Gesundheitsreport diesen vier Diagnosekapiteln zuordnen: Psychische und Verhaltensstörungen, Krankheiten des Atmungssystems, Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems sowie Verletzungen und Vergiftungen. Letztgenannte haben in Pforzheim im Jahr 2025 elf AU-Fälle und 248 AU-Tage je 100 Erwerbspersonen verursacht. Den Muskel-Skelett-Erkrankungen, zu denen zum Beispiel die Rückenschmerzen zählen, konnten 23 AU-Fälle und 406 AU-Tage zugeordnet werden.
Für den BARMER-Gesundheitsreport wurden die Daten von gut 332.000 baden-württembergischen Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 64 Jahren ausgewertet, die im Jahr 2025 bei der BARMER versichert waren. Diese Gruppe umfasst alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, Arbeitslosengeld-Empfänger und freiwillig Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld. Die Daten wurden standardisiert und auf die Bevölkerung hochgerechnet.


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Fragen und Antworten
In welchem baden-württembergischen Stadt- oder Landkreis hat die BARMER für das Jahr 2025 die meisten AU-Tage und AU-Fälle ermittelt?
Mit 2.148 AU-Tagen und 202 AU-Fällen je 100 Erwerbspersonen weist Mannheim in Baden-Württemberg die höchsten Werte aus.
Wie viele AU-Tage und AU-Fälle wurden im Landes- und im Bundesdurchschnitt ermittelt?
Für Baden-Württemberg hat die BARMER im Jahr 2025 1.832 AU-Tage und 180 AU-Fälle je 100 Erwerbspersonen ermittelt. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 2.198 AU-Tagen und 201 AU-Fällen.
Warum werden keine Daten von Kindern und BARMER-Versicherten ausgewertet, die nicht berufstätig oder die familienversichert sind?
Diese Daten können nicht ausgewertet werden, da sie uns grundsätzlich nicht vorliegen. Nur Erwerbspersonen müssen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einreichen, da nur sie Anspruch auf Krankengeld haben, das nach der 6. Krankheitswoche von der Kasse gezahlt wird. Deshalb wird nur dieser Personenkreis krankeschrieben und deshalb liegen auch nur Daten von diesen Versicherten vor.



