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Das Team, das für den Ausbau des Radverkehrs zuständig ist: die Verkehrsplaner Monika Dauer und Rainer Effenberger, der neue Radbeauftragte Tobias Welz sowie Amtsleiter Stefan Auer (von links) vor den Plänen für die „Westliche“.  Foto: Meyer

Die Stadt Pforzheim hat jetzt einen Radverkehrsbeauftragten - Mehr Platz für Räder, weniger für Autos?

Pforzheim. Die Stadt Pforzheim erhält Verstärkung bei der Verkehrsplanung: Ab Oktober wird sich Tobias Welz beim Grünflächen- und Tiefbauamt des Radverkehrs in Pforzheim und des Ausbaus der Infrastruktur annehmen.

Dieser Tage hat er seine Masterarbeit abgegeben, damit beendet der 25-jährige Tobias Welz an der Universität Trier sein Studium der Humangeographie mit Schwerpunkt Raumanalyse und Raumentwicklung. Einschneidende Veränderungen seines Lebensraums und seiner Entwicklung hat er bereits zuvor in die Wege geleitet. Hat einen zunächst auf zwei Jahre befristeten Arbeitsvertrag mit der Stadt Pforzheim unterschrieben, der ihn ins Baudezernat und dort ins Grünflächen- und Tiefbauamt einordnet – und sich eine Wohnung unmittelbar in der Pforzheimer Innenstadt genommen. „An der Östlichen Karl-Friedrich-Straße“, wie er verrät. Nun werde er sein Auto verkaufen und seine Mobilität auf Fahrrad und Bahn stützen, berichtet Welz. Er lebt damit auch persönlich so wie immer mehr junge Städter mit akademischem Werdegang – und pflegt damit ein besonderes Gespür für das, was sein Thema sein soll: die Rolle des Fahrrads als alltagstaugliches Verkehrsmittel in Pforzheim zu stärken.

„Man braucht beim Thema Radverkehr Menschen, die sich darum kümmern“, sagt Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler dazu, als sie den neuen Radverkehrsbeauftragten am Freitagvormittag der Presse präsentiert.

Sie sowie der Grünflächen- und Tiefbauamtsleiter Stefan Auer und die Verkehrsplaner Monika Dauer und Rainer Effenberger gaben zu diesem Anlass auch einen Überblick über das, was zum Ausbau und der Verbesserung des Radverkehrs in näherer Zukunft ansteht –von der jüngst von OB Peter Boch öffentlich angekündigten Verlagerung des Enztal-Radwegs auf die andere Seite über den Rad-Käfig am Bahnhof und den Ausbau der Westlichen Karl-Friedrich-Straße zu einem weiteren Teilstück der Ost-West-Radverbindung bis hin zum Lückenschluss auf der Nord-Süd-Achse durch einen Radweg auf der Ebersteinstraße, wofür neun Parkplätze umgewandelt werden.

Der vorhandene Straßenraum müsse anders verteilt werden, wolle man sichere – auch für Kinder – Radwege schaffen, sind sich Schüssler und Auer einig. „Der ruhende Verkehr ist ein größeres Problem als der fließende“, sagt Auer dazu. Sie alle versprechen sich viel vom geplanten Mobilitätsbeirat. Und einem weiteren Maßnahmenkatalog, der in Arbeit sei, wie Schüssler berichtet.

Marek Klimanski

Marek Klimanski

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