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Stadtmauer bei der Emma-Jaeger-Straße vor der Sprengung.
Aus „Kulturdenkmale im Stadtgebiet“
Pforzheim
Die plötzlich völlig schmucklose Goldstadt: Wie Pforzheim nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut wurde
  • Christoph Timm

Pforzheim. Wie beschrieben, verwandelte sich Pforzheims Innenstadt nach dem Inferno des Luftangriffs vom 23. Februar 1945 zum Experimentierfeld moderner Neuaufbauplanung: Rund um den Leopoldplatz mit Stadtbild der 1950er-Jahre, rund um Markt- und Waisenhausplatz mit Stadtbild des ausgehenden 20. Jahrhunderts. „Großstädte sind gewaltige Laboratorien, voll von Experimenten und Irrtümern, Fehlschlägen und Erfolgen in Aufbau und Planung“, schrieb 1963 Jane Jacobs, die berühmte kanadisch-amerikanische Urbanistin. Sie hatte sicherlich nicht die Goldstadt im Sinn.

Doch die Pforzheimer Experimentierfreude weist eindeutig in jene Richtung. Sie sollte zum Alleinstellungsmerkmal werden, deutschlandweit unübertroffen in ihrer Radikalität. Ein Anlass zu berechtigtem Stolz? Selbstgewissheit und Euphorie, Selbstzweifel und Rückschläge wechseln sich ab. Ein

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