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Werner Just, Jürgen Wiesenfarth und Martin Jourdan (von links) beim Aufbau der großen LGB-Bahn, für die rund 160 Meter Schienen verbaut wurden.
Werner Just, Jürgen Wiesenfarth und Martin Jourdan (von links) beim Aufbau der großen LGB-Bahn, für die rund 160 Meter Schienen verbaut wurden.
27.12.2017

Diesmal wird’s ganz groß: Eisenbahnfreunde öffnen ihren Bahnhof

Pforzheim. Die Eisenbahnfreunde Pforzheim öffnen ihren Bahnhof in Weißenstein wieder für Besucher. Am Samstag, 6. Januar, (Dreikönigstag) und am darauffolgenden Sonntag können interessierte Eisenbahner jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr im historischen Gebäude auf vier Stockwerken auf Entdeckungsreise gehen. Überall laufen Modellbahnen, von ganz klein (H0e) bis ganz groß (Spur 1 und LGB), von ganz alt (Tinplate-Modelle aus der Anfangszeit der Modellbahn) bis ganz modern (virtuelle Züge fahren in einer Computer-Simulation des Bahnhofs).

Aber diesmal wird’s vor allem eines: ganz groß! Die Lehmann-Garten-Bahn (LGB) feiert 2018 ihr 50-jähriges Bestehen. Dies würdigen die Eisenbahnfreunde mit einer riesigen Anlage, die nach Vorbild der Schweizer Gebirgsbahnen in der Güterhalle aufgebaut wird. Dafür wurde durch Versetzen von Trennwänden Platz geschaffen, denn allein der Bahnhof hat eine Länge von zwölf Metern.

An den beiden Ausstellungstagen werden Züge der Rhätischen Bahn dort verkehren. Rund 160 Meter Gleise sowie 21 Weichen haben Martin Jourdan und seine Helfer verbaut. An den darauffolgenden Sonntagen bis einschließlich 4. Februar werden dann auch Züge der deutschen Schmalspur und nach amerikanischen Vorbildern zu bestaunen.

Ebenfalls ein Blickfang wird die Märklin-Winteranlage sein. Diese bezaubert durch das Glitzern des Schnees, in dem sich die Lichter der Häuser, Lampen und Züge spiegeln. Die dritte Großanlage, die dieses Jahr erstmals gezeigt wird, ist der originalgetreue Nachbau der Märklin-Messeanlage aus dem Jahr 1939. Dies war die letzte große Schauanlage vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Eisenbahnfreunde bauen seit Jahren an diesem Objekt. Der Gleisplan von damals wurde mit Material aus dem Jahr 1939 nachgebaut. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, die dank des Fachwissens der Vereinsmitglieder und der beharrlichen Suche nach Originalteilen nun doch gelungen ist. Wer will, kann sein Glück bei der Tombola probieren oder sich im Flohmarkt ein Schnäppchen suchen.

www.eisenbahnfreunde-pforzheim.de