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Die Pforzheimer Faschingsgesellschaft jubelte von ihrem Wagen aus der Menge zu. © Ketterl
13.02.2018

Dillsteiner Umzug: Tausende Narren feiern die langersehnte Rückkehr

Pforzheim. Strahlende Sonne, ausgelassene Stimmung und Narren, die wissen wie man feiert – der Jubiläumsumzug lockte am Dienstagnachmittag rund 15.000 Besucher nach Dillweißenstein. Mehr als 50 Gruppen verwandelten den Stadtteil in eine Faschingshochburg.

Fasnetsumzug in Dillweißenstein nach drei Jahren wieder da

Er ist wieder da – und wie. Nach drei Jahren Pause rollte am Dienstagmittag der 59. Faschingsumzug im 66. Jahr seit der Gründung durch Dillweißenstein. Für das Wiedersehen hatten die Veranstalter vom Verein Fasnetsumzug Pforzheim-Dillweißenstein alle Register gezogen.

Bildergalerie: Er ist wieder da: Der Dillweißensteiner Umzug! – Teil 1

Ein mehrmonatiger Aufwand, den die rund 15.000 Zuschauer entlang der Hirsauer Straße den Narren dankten. Das Wiedersehen unter strahlender Sonne hätte kaum herzlicher sein können. Immer wieder lagen sich Umzugsteilnehmer und Besucher entlang der Absperrgitter in den Armen. Moderatoren und DJs an drei Ansageplätzen, darunter PZ-Redakteur Thomas Kurtz, heizten dem Publikum ein.

Bildergalerie: Er ist wieder da: Der Dillweißensteiner Umzug! – Teil 2

„Ich bin selten bewegt, aber auf der Strecke standen mir mehrfach die Tränen in den Augen“, gestand Jörg Müller, Vorsitzender des Vereins, der gestern erst als Ritter Belrem auf dem Burgwagen der Belrem-Gilde und später auf der Bühne am Ludwigsplatz für Stimmung sorgte. Angeführt wurde der Umzug traditionell von der Grausamen Barbara – und das in dreifacher Ausführung. Anlässlich des Jubiläums präsentierte die Belrem-Gilde alle Kanonen-Generationen. Die ersten Schüsse sorgten nicht nur bei den Organisatoren, sondern vor allem bei den Besuchern für Gänsehaut. Ein Moment, auf den Uwe Walter lange gewartet hatte. „Ich habe den Umzug vermisst, vor allem die damit verbundenen Traditionen, wie die Grausame Barbara oder die Schneemann-Verbrennung“, so der Huchenfelder. Ebenso ging es Désirée Hauke und Manfred Weigel, die extra aus Maulbronn angereist waren. „Dieser Umzug ist gelebte Tradition, und es ist schön, dass er wieder da ist“, so Hauke. Und daneben ein echter „Anziehungspunkt“ über Pforzheims Grenzen hinaus, wie Weigel bestätigte. Auch von jenseits der Stadtgrenzen kamen viele der Umzugsteilnehmer, die die Pforzheimer Urgesteine wie die Kräheneck-Hexen, die Belrem-Gilde, die KGHO oder die PFG verstärkten. Wie die „Narrenzunft Glatten 2002“, die wie etliche andere Hästräger immer wieder mit Hexen-Pyramiden und anderen Kunststücken begeisterte. Oder das „Mottles-Heer“ aus Pfullingen, das in seinen kunstvollen Masken und einem lauten „aus dem Weg“ die Strecke entlangspurtete.

Der Umzug am Dienstagnachmittag verlief aus polizeilicher Sicht überwiegend positiv. Dennoch gab es am Rande des Dillweißensteiner Umzugs rund 500 auffällige Jugendliche. Einige von ihnen waren betrunken – einer von ihnen sogar so sehr, dass er in die Nagold fiel. Mehr dazu: KLICK

In welchem Kostüm OB Peter Boch feierte, welche stadtpolitischen Themen auf die Schippe genommen wurden und ob es auch im nächsten Jahr wieder einen Umzug geben wird, lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Enzian
14.02.2018
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Die Polizei beurteilt den Ablauf des Umzugs als "überwiegend positiv" - trotz 500 (in Worten: fünfhundert) "auffälligen" Jugendlichen ! Eigentlich traurig ... mehr...

OB-Kandidat
14.02.2018
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Eine klasse Veranstaltung die Jung und Alt viel Spass gemacht hat! OB Boch als Kapitän Schettino (das war der, der die Costa Concordia auf die Seite gelegt hat) war auch grosse Klasse. Vielleicht geht er auch von Bord, bevor "sein Schiff" absäuft? mehr...