nach oben
Im Gespräch über „Abgehängte“ und Abstiegsängste (von links): der stellvertretende PZ-Chefredakteur Marek Klimanski, die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast, der Politik- und Kommunikationsberater Johannes Hillje und Ute Hötzer, Geschäftsführerin von Q-Prints & Service. Foto: Seibel
Im Gespräch über „Abgehängte“ und Abstiegsängste (von links): der stellvertretende PZ-Chefredakteur Marek Klimanski, die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast, der Politik- und Kommunikationsberater Johannes Hillje und Ute Hötzer, Geschäftsführerin von Q-Prints & Service. Foto: Seibel
16.11.2018

Diskussion in Pforzheim: Was denken Menschen in rechtspopulistischen Hochburgen?

Pforzheim. Sind es wirklich nur die Abgehängten, die Arbeitslosen, Armen und Asozialen, die sich von der Demokratie schon lange abgewendet haben oder ihr Kreuz aus Protest bei den Vertretern der Parteien am rechten Rand machen? Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung hat in Gegenden mit hohen Wahlergebnissen für die rechte Alternative für Deutschland (AfD) Interviews mit Menschen geführt, um Aufschluss über individuelle Sorgen, Ängste und Beweggründe zu bekommen.

Eine Antwort vorweg: Nein, es sind nicht nur die Abgehängten, sondern auch gut situierte Vertreter der Mittelschicht, von Abstiegsängsten geplagt. Nicht nur deshalb ist die Studie auch für Pforzheim interessant.

In einem von Marek Klimanski, dem stellvertretenden PZ-Chefredakteur, moderierten Gespräch, versuchten die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast, Ute Hötzer, Geschäftsführerin des Beschäftigungsträgers Q-Prints & Service, und der Politikberater Johannes Hillje, der die Studie betreut hat, die Querverbindungen für die Goldstadt zu ziehen. „Rückkehr zu den politisch Verlassenen“ lautet der Titel der nicht-repräsentativen Erhebung, und schnell wurde in der Diskussion in der Volkshochschule deutlich: Es sind nicht nur die Männer und Frauen aus der Plattenbausiedlung Berlin-Marzahn oder dem Arbeiterviertel in Duisburg, die sich gesellschaftlich abgehängt und benachteiligt fühlen, sondern auch Bürger der Mittelschicht. So wie auch in Pforzheim, auf dem Haidach, wo die AfD bei den letzten Landtags- und Europawahlen Rekordergebnisse einfuhr.

Grund genug für Marek Klimanski, den Finger in die Wunde zu legen mit dem Stichwort von der gefühlten „Abstiegsstadt Pforzheim“, in der aktuell Schwimmbäder geschlossen würden und gleichzeitig vermeintlich Geld für ankommende Flüchtlinge ausgegeben werden könne.

Mehr lesen Sie am Samstag, 17. November, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.