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Freude über eine außergewöhnliche Erbschaft: Hospiz-Geschäftsführer Martin Gengenbach, Nachlassverwalterin Andrea Rexer, Lore Britschs Pflegerin Mirjana Brenner sowie Schatzmeisterin Adelheid Paschek und der Vorsitzende René Maier-Stadtaus vom Tierschutzverein. Erb 

Doppelte Erbschaft hält den Namen Britsch lebendig

Pforzheim/Neulingen. Lore Britsch hatte ein Herz für Tiere und schätzte die Hospizarbeit. Deshalb hat die im Februar 2015 gestorbene Frau des bereits 1991 verstorbenen langjährigen Neulinger Bürgermeisters Helmut Britsch mit einem Großteil ihres Erbes Pforzheims Tierheim und das Christliche Hospiz Pforzheim/Enzkreis bedacht. Entsprechend groß ist bei beiden Einrichtungen die Freude. Auch wenn die Erbschaft für sie zugleich eine Herausforderung bedeutet.

Hauptbestandteil ist ein Dreifamilienhaus an der Ölbronner Straße in Bauschlott, in dem die Britschs lebten. Nicht nur deren Wohnung muss geräumt werden. Nach Einschätzung der Erben ist eine Generalsanierung nötig, und es müssen Rücklagen für etwaige Reparaturen gebildet werden. Denn Lore Britsch hat verfügt, dass das Haus nicht verkauft werden darf. Die Mieteinnahmen kommen der Erbengemeinschaft Hospiz/Tierheim zugute. Dass der Name Britsch in Neulingen einen Klang hat, wurde beim Treffen mit Lore Britschs Nichte Andrea Rexer sowie ihrer ebenfalls mit einem Vermächtnis bedachten Pflegerin Mirjana Brenner deutlich.

„Ich bin mit zwei Menschen aufgewachsen – Helmut Britsch und Helmut Kohl“, wies der Tierschutzvereins-Vorsitzende und gebürtige Bauschlotter René Maier-Stadtaus auf Britschs langjähriges Wirken hin. Dieser sei ein Macher gewesen, der die Gesamtgemeinde Neulingen aufgebaut und geprägt habe. Laut Rexer wollte Lore Britsch ihren Mann und sich selbst im kollektiven Gedächtnis halten.

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