Stuttgart/Pforzheim. „Mit Ideen begeistern und andere mitnehmen ist ein unschlagbares Erfolgsmodell, um den Wandel der Gesellschaft in die richtigen Bahnen zu lenken. Jens Kück öffnete mit seinem Engagement in Sachen Natur und Nachhaltigkeit so manchem die Augen und zeigt, dass wir nicht unbegrenzt von der Natur, sondern nur im Einklang mit ihr leben können“, sagte Staatsrätin Gisela Erler am anlässlich der Aushändigung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Jens Kück in der Villa Reitzenstein in Stuttgart.
„Als stellvertretender Regionaldirektor und von 1998 bis 2008 als Direktor des Regionalverbands Nordschwarzwald hat er vieles bewegt und geschaffen, von dem die Region und ihre Menschen heute und in der Zukunft profitieren“, so Erler. Drei Jahrzehnte lang habe Herr Kück durch sein kommunalpolitisches Engagement als SPD-Gemeinderat der Stadt Pforzheim und als erster Vorstand der Naturfreunde Pforzheim sichtbare Spuren hinterlassen, die das Stadtbild prägten. Als Mitbegründer und Sprecher der Arbeitsgruppe Fußgängerzone habe er bereits früh erkannt, dass diese nur ein Erfolg werden kann, wenn eine breite Basis früh in den Entstehungsprozess einbezogen wird.
Bei dem Projekt „Einrichtung des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord“ leisteten die Naturfreunde und ihr Vorsitzender Überzeugungsarbeit und blieben unermüdlich dran, so dass der Naturpark 2003 umgesetzt wurde. „Als Gemeinderat hat sich Jens Kück nicht zuletzt durch seine Expertise als Architekt mit wertvoller Fach- und Sachkenntnis besonders in den Bereichen Planen und Bauen und im Aufsichtsrat der Stadtwerke eingebracht“, sagte die Staatsrätin. Schon 2009 habe Kück erfolgreich eine Resolution zur Nachhaltigkeit mit der Nutzung erneuerbarer Energien initiiert. „Die darin enthaltene Forderung, dass bis 2020 die Haushalte in Pforzheim ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden sollen, ist bereits seit 2016 erfüllt“, hob Erler hervor. Kück sei ein echter Macher. „Mit seiner Begeisterungsfähigkeit und unermüdlichem Tatendrang setzte er sich zum Wohle der Allgemeinheit ein. Menschen wie er transportieren durch Engagement und Leidenschaft nachhaltig Werte und gestalten somit aktiv unsere Zukunft“, so Erler.

