Arbeitet hart, aber verbreitet stets gute Laune: Manfred Daudert feiert am Freitag den 80. Geburtstag.
Pforzheim
Ein Meister der Geselligkeit: Manfred Daudert wird 80
  • Claudius Erb

Pforzheim. Dass Manfred Daudert am Freitag 80 wird, ist kaum zu glauben. Nicht nur, weil er jünger aussieht. Oder weil er Akkordeon spielen und dazu singen kann wie ein Jungspund. Sondern insbesondere auch deshalb, weil er tagtäglich auf den Beinen ist und Einsatz zeigt, um seinen Sohn, den Wirt Frank Daudert, zu unterstützen.

„Das Rentnerleben kenne ich noch nicht, da hatte ich nie Zeit, drüber nachzudenken“, sagt der Jubilar verschmitzt, und: „Wenn man in Bewegung ist, verschwinden die Wehwehchen.“ Schließlich laute sein Motto: „Morgens muss mein Bett leer sein und abends die Kasse voll.“

Dass Manfred Daudert am Freitag 80 wird, ist kaum zu glauben. Nicht nur, weil er jünger aussieht. Oder weil er Akkordeon spielen und dazu singen kann wie ein Jungspund. Sondern insbesondere auch deshalb, weil er tagtäglich auf den Beinen ist und Einsatz zeigt, um seinen Sohn, den Wirt Frank Daudert, zu unterstützen.

Es sind eben solche Sprüche und der Sinn für Humor, die den Metzgermeister und Gastwirt optimistisch durchs Leben gehen ließen – auch wenn er es zuweilen nicht leicht hatte. Zweimal musste er mit den Eltern flüchten: 1945 aus Ostpreußen, als sie um ein Haar an Bord der „Wilhelm Gustloff“ geraten wären, die dann versenkt wurde. Erneut 1954 aus der DDR, als in Eisenach die Enteignung drohte. In Nordbaden wurde er endgültig heimisch. Mit seiner Frau Alwine führte Manfred Daudert in Dillweißenstein ab 1966 zunächst das „Waldhorn“, dann das „Stadt Pforzheim“, wo seine Metzgerskunst – das Kesselfleisch war legendär – ebenso geschätzt wurde wie heute, da er noch immer mit Kennerblick Fleisch auswählt und es plattiert oder in Blättchen schneidet und im Spätsommer gut 12.000 Maultaschen fertigt, damit die Kunden des Sohns im Enzauen-Biergarten, in „Goldis Stadl“, oder eben auf dem von Manfred Daudert mitbegründeten OechsleFest stets satt und zufrieden sind.

Täglich schaut er in den Boardinghäusern nach dem Rechten, wo die Dauderts Zimmer vermieten. Am liebsten aber unterhält er die Gäste. 54 Jahre im Dienste der Geselligkeit: „Wenn man gerne mit Menschen arbeitet und kontaktfreudig ist, ist das der ideale Beruf“, sagt der Jubilar. Auch auf die Frage, wie lange er solch ein Pensum noch leisten könne, hat er einen Spruch parat: „Solange ich den Mädchen nachschaue und noch weiß, warum, ist alles gut.“