In seinem Zuhause empfängt Manfred Bader (Mitte) 2018 im Beisein seiner Lebensgefährtin Brigitte Fischer durch OB Peter Boch die Ehrenbürgerwürde seiner Heimatstadt. Archivfoto: Meyer
Pforzheim
„Ein ganz, ganz feiner Mensch“: Pforzheimer Ehrenbürger Manfred Bader gestorben

Pforzheim. Unternehmer, Kunstfreund, SPD-Urgestein (24 Jahre lang im Gemeinderat, darunter auch als Fraktionsvorsitzender), soziales Gewissen seiner Stadt und seiner Partei. Entschieden und doch bescheiden, überzeugend, wo andere überreden wollten, ein großer Sohn der Stadt, die ihn 2014 mit Ehrenring und Ehrenbürgerwürde adelte – das war Manfred Bader, gestorben im Alter von 87 Jahren nach langer Krankheit, Vater zweier Söhne und Opa von fünf Enkeln. „Manfred Bader war ein großartiger Unternehmer, Politiker und Mensch“, sagt Gert Hager, früherer Oberbürgermeister, „er hat viel für Pforzheim getan.“ In seine Zeit als SPD-Stadtrat seien viele wegweisende Entscheidungen gefallen. Bader habe sich für seine Heimatstadt in hohem Maß verdient gemacht.

Alt-Stadträtin Ellen Eberle, fünf Jahre jünger als ihr Genosse, nennt Bader „das soziale Gewissen der Stadt“ – ihn, den Förderer der Jugendkultur, ohne den es das Kupferdächle nicht gäbe. 1978 rief der Unternehmer die Manfred-Bader-Stiftung ins Leben, finanzierte mit 4,5 Millionen D-Mark den Bau der konfessionell und parteipolitisch unabhängigen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte am Rand des Stadtgartens, die Stiftung schoss jährlich 30 000 Euro fürs Programm zu. Eberle erinnert daran, wie zugetan Bader Kunst und Kultur gewesen sei. Vielleicht, so Eberle, seien die Wurzeln in den sonntäglichen Besuchen der Familie bei den Klavierkonzerten im ehemaligen „Café Wagner“ gelegen.

1980 in den Gemeinderat

Er trat nach dem Studium 1957 in die Firma Bruno Bader ein und übernahm bald darauf Verantwortung als geschäftsführender Gesellschafter des Versandhandelsunternehmens.

Im Namen der Stadt überreicht Ex-OB Gert Hager 2013 dem langjährigen Stadtrat Manfred Bader (links) den Ehrenring. Archivfoto: Seibel

1980 kandidierte Manfred Bader erstmals für den Gemeinderat und wurde in diese Aufgabe berufen. Die Entwicklung der Innenstadt, das Congresszentrum, Beziehungen zu anderen Städten in Europa und Begegnungsstätten für die Jugend seien einige der Themen, die seine Arbeit im Gemeinderat geprägt hätten, so die Stadt auf ihrer Homepage. Im Jahre 2004 schied er nach einem Vierteljahrhundert ehrenamtlichen Engagements aus dem Gemeinderat aus.

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