Timo Gerstel (links) und Volker Römer drehen im DDR-Museum gemeinsam am Rad der Zeit.
Meyer
Pforzheim
Ein weiteres Stück Zeit: Knapp 60 Jahre alte Hauptuhr gelangt ins DDR-Museum in Pforzheim
  • Julide Yazici

Pforzheim. "Hier riecht es sogar noch nach DDR." Mit diesen Worten beschreibt Timo Gerstel, Geschäftsführer des gleichnamigen Opel-Autohauses, die knapp 60 Jahre alte Hauptuhr, die er an das DDR-Museum an der Hagenschießstraße 9 gespendet hat.

Das 1989 vom verstorbenen Klaus Knabe gegründete Museum nahm in Person von Volker Römer die Spende dankbar entgegen und nahm die Uhr umgehend als "besonderes Objekt" in seine Ausstellung auf. Die Institution definiert sich als "Lernort Demokratie" und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Zeit der ehemaligen DDR anschaulich zu präsentieren und zu gestalten. Und was könnte zu diesem Zweck besser geeignet sein, als die in den 1960er-Jahren in Leipzig gefertigte Hauptuhr, die einst im Landesamt Merseburg stand?

Exakt im gleichen Takt

Das Besondere an diesem Stück: Es handelt sich hier um eine sogenannte Hauptuhr, deren Sinn und Zweck es ist, andere Nebenuhren mithilfe von kleinen Impulsen immer wieder an sich selber anzugleichen. Dadurch schlagen alle angeschlossenen Uhren im exakt gleichen Takt.

Zu bewundern ist dieses Stück Geschichte im Rahmen der üblichen Öffnungszeiten (Sonntag, 13 bis 17 Uhr).