Pforzheim. Tripsdrill, Karlsruher Zoo, Bauernhof, Sprungbude oder Monbachtal: Für 40 Kinder aus der Pforzheimer Nordstadt ist diese Woche voller Erlebnisse, die für viele ihrer Familien sonst kaum zu bezahlen wären. Möglich macht dieses Sommerferienprogramm des Familienzentrums Nord der Stadtmission auch eine Spende von „Menschen in Not“ in Höhe von 2200 Euro.
„Der Bedarf ist riesengroß. Wir können gar nicht so viele Kinder betreuen, wie wir eigentlich gerne würden“,
sagt Einrichtungsleiter Björn Oberdorfer.
Rund 95 Prozent der teilnehmenden Kinder stammen aus sozial benachteiligten Familien.
Damit trotzdem möglichst viele dabei sein können, zahlen die Eltern für die gesamte Ferienwoche lediglich 20 Euro. Gerade größere Ausflüge wären für viele Familien sonst kaum möglich. „Wenn eine Familie mit vier oder fünf Kindern nach Tripsdrill fährt, kommen schnell 150 bis 200 Euro zusammen“, sagt Oberdorfer.
Die PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ begleitet und unterstützt das Ferienprogramm bereits seit vielen Jahren. Oberdorfer betont, wie wichtig diese verlässliche Hilfe ist. Ohne sie könnte das Angebot in dieser Form nicht stattfinden.
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Wertvolle Momente
Wie besonders selbst vermeintlich alltägliche Erlebnisse für manche Kinder sind, hat auch Betreuer Tom John berührt. Für einige sei schon eine Fahrt mit der Bahn etwas Außergewöhnliches. Etwas, das andere Kinder ganz selbstverständlich erleben. Gerade solche Momente machten deutlich, wie wertvoll diese Ferienwoche für die Kinder sei.
Die 40 Grundschulkinder sind in zwei Gruppen unterwegs. Auf dem Programm stehen unter anderem der Karlsruher Zoo, die Sprungbude, ein Bauernhof und das Monbachtal. Höhepunkt für viele ist der Ausflug nach Tripsdrill. Je nach Ziel geht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit Fahrzeugen der Pforzheimer Stadtmission los.
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Begleitet werden die Kinder von pädagogischen Fachkräften und zahlreichen Ehrenamtlichen. „Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre das gar nicht möglich“, sagt Oberdorfer.
Für viele Kinder bedeutet diese Woche weit mehr als bloße Ferienbetreuung. Sie erleben Neues, sind gemeinsam unterwegs und kommen aus ihrem gewohnten Umfeld heraus. Für manche ist das Familienzentrum ohnehin längst so etwas wie ein zweites Zuhause. Gerade deshalb ist das Sommerferienprogramm für viele Kinder eines der Highlights des Jahres. Und eben auch eine seltene Gelegenheit, Erlebnisse zu sammeln, die für andere ganz selbstverständlich sind.

