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Die Vorderseite des Schnellrestaurants Burger King sieht auf den ersten Blick noch halbwegs passabel aus, doch dahinter ist das Gebäude durch den Vollbrand nahezu komplett zerstört worden.  © Seibel
Mehrere Durchzündungen und eingestürzte Dächer - nach dem Vollbrand im Burger King auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim ist von dem Gebäude nicht mehr viel übrig geblieben. Die Löscharbeiten werden sich bis zum Mittwoch hinziehen. © Seibel
Nicht mehr zu retten war das Burger King auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim. Ein Vollbrand hat das Schnellrestaurant zerstört. © Seibel
Vollbrand im Burger King auf der Wilferdinger Höhe: Das Gebäude dürfte wohl kaum in seinem ganzen Ausmaß zu retten sein. Foto: Patrick Rie © Patrick Rie
Riesige Rauchwolken über dem Burger King auf der Wilferdinger Höhe - aus einem Brand in einer Dunstabzugshaube entwickelte sich ein Gebäudevollbrand. Foto: Seba Kluczny © Seba Kluczny
29.12.2015

Einsturzgefahr im Burger King erschwert Suche nach Brandursache

Pforzheim. Der Feuerwehr-Großeinsatz am Dienstagabend, der sich auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim bis in den frühen Mittwochmorgen hineinzog, ist bis auf kleinere Nachlöscharbeiten beendet. Jetzt beginnt die Arbeit der Polizei. Im niedergebrannten Schnellrestaurant Burger King an der Karlsruher Straße ermitteln die Brandspezialisten der Kriminalpolizei.

Bildergalerie: Polizei sucht im Burger King nach der Brandursache

Sie wollten eigentlich die geschwärzte Ruine, in der Feuerwehrleute immer noch vereinzelte Glutnester ablöschen müssen, durchstöbern und nach der Brandursache forschen. Doch im Augenblick scheint es fraglich zu sein, ob die Ermittler heute noch durchs gesamte Gebäude gehen können. Die Einsturzgefahr scheint zu groß zu sein, Dachreste und Mauern könnten zusammenbrechen. Vermutet wird wohl ein technischer Defekt. Schon in der Brandnacht schien klar zu sein, dass das Feuer in einer Dunstabzugshaube entstand, dann auf die Küche übergriff und schließlich das ganze Gebäude in Flammen aufgehen ließ.

Der Brandort war gesichert worden, um keine Spuren zu verwischen oder ganz zu verlieren. Brauchbare Hinweise zu finden, dürfte aber schwer fallen, denn die traurigen Reste des Schnellrestaurants muten eher wie ein chaotisches Puzzle an. Stundenlang hatte die Feuerwehr unzählige Hektoliter Wasser auf die meterhoch lodernden Flammen gespritzt. Eingestürzte Dächer, total verkohlte Gegenstände aller Art – nach dem Brand ist nicht mehr viel vom alten Burger King zu erkennen. 

Bildergalerie: Vollbrand zerstört Burger King auf WiHö in Pforzheim - 1

Meterhohe Flammen schlugen den Feuerwehrleuten beim Brand im Burger King auf der Wilferdinger Höhe entgegen. Noch in diesem Sommer könnte hier ein Neubau hochgezogen werden.

Am Dienstag kurz nach 18 Uhr kam es dort zu einem Feuer, das schnell ein größeres Ausmaß angenommen und zu einer großen Flammenwand und einer riesigen Rauchwolke geführt hat. Auch die daneben liegende Tankstelle musste den Betrieb sicherheitshalber einstellen.

Um 17.53 Uhr ging der erste Alarm ein. Der Brand hatte in einer Dunstabzugshaube begonnen - ein Klassiker bei vielen Küchenbränden. Dort kann sich zum Beispiel angesammeltes Fett entzünden. Doch dann nahm das Unheil rasch seinen verhängnisvollen Lauf, denn das Feuer griff auf die Küche über und von dort aus auf das ganze Gebäude. Um 18 Uhr wurde wegen offener Flammen bei einem Küchenbrand alarmiert. Um 18.13 Uhr lautete der Alarm: Vollbrand.

Bildergalerie: Vollbrand zerstört Burger King auf WiHö in Pforzheim - 2

Die Burger King Filiale auf der Wilferdinger Höhe ist bei einem verheerenden Brand nahezu vollständig zerstört worden.

Beamte im nahen Autobahnpolizeirevier hatten den Rauch bemerkt und zugleich eine Evakuierung des Schnellrestaurants veranlasst. Sieben Minuten, nachdem die Feuerwehr alarmiert wurde, trafen die ersten Löschfahrzeuge an der Brandstelle ein. Zu diesem Zeitpunkt schlugen schon meterhohe Flammen aus dem Gebäude. Schnell kam es zu ersten Durchzündungen, weshalb es die Feuerwehr sofort mit einem Brand in voller Ausdehnung zu tun bekam. 

Als klar war, dass sich keine Personen im Gebäude befanden, konzentrierte sich die Feuerwehr auf den Löschangriff von außen. Wie richtig Kommandant Sebastian Fischer mit dieser Entscheidung lag, zeigte sich kurz darauf: Das in lodernden Flammen stehende Dach stürzte ein und wenig später kam es zu anderen Durchzündungen, die das Leben der Feuerwehrleute extrem gefährdet hätten. Rund 60 Feuerwehrleute waren mit 12 Fahrzeugen im Einsatz. Ein Teleskopmastfahrzeug der Berufsfeuerwehr Karlsruhe unterstützte die Pforzheimer Einsatzkräfte. Neben der Berufsfeuerwehr Pforzheim waren die Freiwilligen-Abteilungen Brötzingen-Weststadt, Haidach, Dillweißenstein und Büchenbronn vor Ort. Den Grundschutz für das Stadtgebiet stellten dienstfreie Beamte und Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr sicher. Die mussten zum Beispiel am späten Dienstagabend einen Mülleimerbrand löschen.

Bildergalerie: Flammenwand im Burger King auf der WiHö in Pforzheim

Am 29. Dezember brannte auf der Wilferdinger Höhe der Burger King lichterloh.

Erste Bilder zeigen eine gewaltige Flammenwand unter einer dichten, gewaltigen Rauchwolke. Vom Schnellrestaurant ist nach dem Brand nicht mehr viel übrig geblieben. Erste Schätzungen gehen von einem Schaden in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro aus. Der Rettungsdienst wurde um 18.03 Uhr zu Burger King gerufen. Verletzt wurde niemand. Im Einsatz waren vom DRK der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und ein Rettungswagen des Ortsvereins Pforzheim-Stadt. Vom ASB waren zwei Rettungswagen und ein Notarztteam vor Ort. Die Löscharbeiten dauerten weit bis nach Mitternacht.

An der nebenan liegenden Jet-Tankstelle musste der Tankbetrieb musste ruhen, weilt n dort Gas und Strom abgestellt wurde. Theoretisch hätte Funkenflug bei Tankvorgängen zu einer größeren Katastrophe führen können. 

Die Karlsruher Straße wurde gesperrt, da die Feuerwehr Schlauchleitungen zum Hydranten auf die gegenüberliegende Straßenseite legen musste. Während der Löscharbeiten kam es also zu kleineren Verkehrsproblemen an der Karlsruher Straße/B10 nahe dem Autobahnanschluss Pforzheim-West. Der Verkehr von der Autobahn und aus dem Enzkreis über die B10 wurde über das Industriegebiet umgeleitet. Gleiches galt für Autofahrer, die stadtauswärts unterwegs waren. 

Einen Überblick über die großen vergangene Brände in Pforzheim und der Region finden PZ-Plus-Leser hier.