Voll mit Terminen sieht man so manche Gesichter in der Vorweihnachtszeit wesentlich häufiger als die eigene Familie, findet die PZ-Chefredakteurin.
Felix Busse Phtgrphy/PZ-Collage
Pforzheim
Ersatzfamilie im Advent: PZ-Chefredakteurin über die Vorweihnachtszeit in der Redaktion

Was das Stresslevel angeht, befinden wir uns schon seit Wochen in der Vorweihnachtszeit. Im Grunde seit Jahresbeginn. In einer Redaktion geht es bekanntlich immer rund. Je näher das Fest der Liebe rückt, desto irrer wird alles – mich eingeschlossen. Und weil die goldige Goldstadt nunmal so beschaulich ist, sind es auch die Immergleichen, mit denen man derzeit Abend für Abend verbringt.

Eine Kolumne von PZ-Chefredakteurin Anke Baumgärtel

Mal treffen wir uns alle bei der Winterwelt am Rande der Schlittschuhfläche auf dem Waisenhausplatz – oder landen auch mal zum spontanen Stockschießen obendrauf, Publikum inklusive. Dann wieder feiern wir unser Wiedersehen vor der Bühne auf dem Mittelaltermarkt, als hätten wir uns jahrelang nicht gesehen.

Anderntags nehmen wir Seite an Seite an den festlichen Tafeln bei der Bürgerpreisverleihung im VolksbankHaus Platz. Und die nächsten Treffen der Ersatzfamilie sind bereits gesetzt: Erst stehen wir an diesem Samstag gemeinsam unterm Wunschbaum im VolksbankHaus, bevor wir von 14 bis 16 Uhr für die PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ in der Pforzheimer Fußgängerzone sammeln. Sicherlich wieder mit von der Partie: Opa Albert und Oma Brigitte, Onkel Thomas, Großcousin Peter, Bruder Lucas und Tante Katja, Großtante Oana, die Großonkel Olli und Ulf sowie die Schwestern Nina und Lisa.

Aber bevor Sie jetzt ebenfalls überschnappen, habe ich einen Tipp für Sie: Machen Sie Pause. Nehmen Sie die Woche vor Weihnachten einfach frei. Die will sowieso keiner haben. Und bei dem ganzen Trubel wird gar niemand bemerken, dass Sie fehlen. Nur mit Fragen müssen Sie rechnen: Warum Sie die Einzige an der Festtafel sind ohne Augenringe. Woher Sie die Zeit hatten, all die Geschenke zu besorgen. Bis Ihnen plötzlich einfällt: Sie haben völlig vergessen, Präsente für die Ersatzfamilie zu besorgen.

Ihr Lieben, wir schenken uns doch nichts, oder?

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