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29.03.2017

Eutingen, Huchenfeld, Büchenbronn, Hohenwart, Würm: Ortsteile oder Stadtteile?

Jeder Ortsvorsteher (Lokalpatriotismus ist Voraussetzung für die Wahl) spricht gerne von der Heimat seiner Bürger als dem „wohl schönsten Stadtteil Pforzheims“ – der aber ein Ortsteilbudget hat. Was stimmt nun, wenn die PZ von Eutingen, Büchenbronn, Huchenfeld, Würm und Hohenwart schreibt, fragen einige Leser.

Stimmt beides, was diese fünf Ortsteile betrifft – denn sie haben Ortsverwaltungen, mal mit einem hauptamtlichen Ortsvorsteher (Huchenfeld), mal mit ehrenamtlichen Kollegen (die anderen vier Ortsteile). Stadtteile sind sie aber auch – so wie die anderen elf Teilgebiete der Stadt, die klar definiert sind. Der größte dieser Stadtteile ist die Nordstadt, hier sind 25 806 der insgesamt 125 160 Einwohner Pforzheims registriert (Stand: Jahresende 2016). Dahinter kommt mit weitem Abstand die Südweststadt und Buckenberg-Haidach (jeweils knapp 14 000). Brötzingen folgt mit fast 12 000 Einwohnern, und danach trennen Dillweißenstein, die Oststadt, Eutingen (damit der größte Ortsteil unter den Stadtteilen) und die Weststadt nur ein paar hundert Einwohner (zwischen 8100 und 8900). Büchenbronn folgt als zweitgrößter Ortsteil mit 6500 Einwohnern, dann kommen Huchenfeld und die Au (beide um die 4400 Einwohner).

Erneut gibt es einen Sprung nach unten: Würm zählt knapp 3000 Einwohner, und weniger Bewohner als in der Innenstadt im engsten Sinn (knapp 2000 Einwohner) hat nur noch Hohenwart (1767). Nur in drei der 15 Stadtteile sind mehr männliche Einwohner als Frauen gemeldet: in der Oststadt, der Innenstadt und der Au.

Wenn man schon mal dabei ist, werfen wir einen Blick in die Gemeindeordnung und fragen uns, weshalb dort von „Gemeinderäten“ als Individuen und Gremium die Rede ist – in Pforzheim jedoch sprachlich zwischen Gremium (Gemeinderat) und den Vertretern des Gremiums (Stadträte und Stadträtinnen) unterschieden wird. Wir gaben auch diese Frage an den städtischen Pressesprecher Philip Mukherjee weiter. Antwort: Weil die Gemeindeordnung sowohl für Städte als auch Gemeinden gilt und keine Unterscheidung gemacht wird. In den Ortsteilen wiederum heißt das Gremium Ortschaftsrat so wie der männliche Vertreter des Gremiums. Alles klar? ol