Pforzheim. Abfallexperten werden in den kommenden Tagen die Inhalte der Gelben Tonne bei der Leerung in Pforzheim checken. Ziel ist die Bürger für eine richtige Mülltrennung zu sensibilisieren.
Wie Christian Schweizer, stellvertretender Presserefernt der Stadt Pforzheim, mitteilt, könne bei einer falschen Mülltrennung das Recycling erheblich erschwert oder gar ganz verhindern werden. Deshalb sei eine korrekte Entsorgung nicht nur in Pforzheim sondern auch andernorts wichtig.
„Wir wollen das Problem direkt vor Ort angehen und Aufklärung leisten. Unterstützung bietet dabei die Aufklärungskampagne ‚Mülltrennung wirkt‘ der dualen Systeme, die eine richtige Trennung bürgernah auf Großflächenplakaten im gesamten Stadtgebiet vermitteln soll“, erklärt Jürgen Förschler, Leiter der Technischen Dienste Pforzheim.


Die drei häufigsten Fehler bei der Mülltrennung
Um den Abfall-Check-Up erfolgreich durchführen zu können, werden die Bürger gebeten, ihre Abfälle in der Gelben Tonne möglichst lose oder in transparenten Müllsäcken zu entsorgen.
„Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger damit keinesfalls vorführen. Der Check-Up soll lediglich eine Unterstützung bieten und über eine mögliche inkorrekte Entsorgung aufklären, um diese künftig zu vermeiden“, erläutert Jürgen Förschler den Hintergrund der Aktion.
Anlass für den Check und die Kampagne seien auffallend hohe artfremde Abfallmengen in den Gelben Tonnen, die das Recycling der richtig gesammelten Verpackungen für den Pforzheimer Abfall erheblich erschweren würden. Dazu gehören Abfälle wie beispielsweise gebrauchte Windeln, Glas-, Papier- und Kartonverpackungen oder Bioabfälle, die in der Gelben statt der dafür vorgesehenen Tonne entsorgt werden.


Deutschland reißt mehrere Recyclingpflichten
„Durch solche sogenannten Fehlwürfe gehen wichtige Rohstoffe im Abfallkreislauf verloren. Die Kosten steigen, weil dadurch die Sortierung erschwert und ein erfolgreiches Recycling verhindert wird“, ergänzt Tanja Leicht, Sachgebietsleiterin der Abfallwirtschaft Pforzheim.
Das gehört in die Gelbe Tonne
Das Verpackungsgesetz (§13 VerpackG) verpflichtet Verbraucher, anfallende Verpackungen einer getrennten Sammlung zuzuführen. In der Gelben Tonne werden ausschließlich leere Verpackungen gesammelt, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Das sind zum Beispiel Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons. Nur Verpackungen, die richtig getrennt sind, können im Anschluss recycelt werden. „Unser Ziel ist es, die Sammelqualität in den Gelben Tonnen zu verbessern und so mehr Recycling zu ermöglichen. Damit das gelingt, ist es wichtig die Bürgerinnen und Bürger ins Boot zu holen und genau das tun wir mit dieser Kampagne“, so Tanja Leicht.
„Mit der richtigen Trennung leistet damit nicht nur die Stadt Pforzheim, sondern auch jede und jeder Einzelne einen wichtigen Beitrag zum Schutz wertvoller Rohstoffe und des Klimas.“


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