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Die Fatih Moschee am tag der Bombendrohung.  Foto: Moritz 

Fatih-Moschee bemängelt Desinteresse seitens Pforzheimer Stadtverwaltung

Pforzheim. Nach der Bombendrohung gegenüber der Fatih Moschee (die PZ berichtete) wendet sich Yavuz Cevik an die Öffentlichkeit. Der Dialogbeauftragte der Glaubensgemeinschaft bedankt sich in einem Brief bei „allen Unterstützern für ihre Solidarität“ – vor allem bei den religiösen Gemeinden und dem Rat der Religionen, „die an unserem Freitagsgebet teilgenommen haben“.

Dieser Beistand habe sehr glücklich gemacht. „Ausdrücklich möchten wir die hervorragende Arbeit der Polizei hervorheben“, so Cevik weiter. Ihr Einsatz und die Betreuung habe nicht nur Sicherheit gegeben, sondern auch das Gefühl, nicht alleine zu sein. Leider habe sich bis jetzt aber niemand von der Stadtverwaltung gemeldet, Beistand erklärt oder „zumindest nach unserem Befinden gefragt“, heißt es in dem Brief. „Im Hinblick, dass auch wir Bürger dieser Stadt sind, stimmt uns dies sehr traurig und nachdenklich.“ Als einziger Stadtrat habe sich Emre Nazli gemeldet. Bereits nach einem Brandanschlag auf Fatihspor Pforzheim war das Rathaus aus ähnlichem Grund kritisiert worden.