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ZDF-Moderator Rudi Cerne im Studio der Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“.  Foto: Sina Schuldt/dpa 

Festnahme im Pforzheimer Hotelbett nach Überfall - Fernsehsendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ sucht einen flüchtigen „Pink Panther“

Pforzheim. Die Fälle sind spektakulär, die Strukturen schwer durchschaubar, die Beute hoch – und hoch sind auch die Strafen, wenn man die Übeltäter schnappt. Ist noch einer auf der Flucht, wird er gern zum Fall für „Aktenzeichen XY...ungelöst“. So wie ein Serbe, den man „Pjero“ nennt, etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß, Mitte 30, muskulös. Bei einem Raubüberfall im Mai 2016 auf einen Juwelierladen in Köln soll er einer der vier maskieten Täter gewesen sein, mit einer Kalaschnikow in der Hand, die binnen 85 Sekunden Schmuck im Wert von mehreren hunderttausend Euro erbeutete - im Stil der international agierenden „Pink-Panther“-Bande. Sie entkamen unerkannt.

Ein paar Monate später, so die Erkenntnis des Kölner Landgerichts in einem Prozess im Oktober 2017, schlagen die Männer erneut zu. Im wahrsten Sinne des Wortes: Ein Wachmann wird k.o. geschlagen, als die Täter in Esslingen einen Werttransporter übrfallen, während die Security-Leute ihr Fahrzeug entladen wollen. Die Beute, die in einen Audi umgeladen wird: Schmuck und Uhren im Wert von rund 600.000 Euro. Und wieder geht alles blitzschnell. Die Flucht findet ihr Ende in Pforzheim - sie stellen das Auto in der Tiefgarage eines Hotels ab. Was sie nicht wissen: Am Unterboden des Audi klebt ein GPS-Peilsender. Und der ruft ein Spezialeinsatzkommando auf den Plan. Das SEK stürmt das Hotelzimmer und nimmt die Männer fest - „Pjero“ ist nicht unter den mutmaßlichen Tätern.

Mehr lesen Sie am Freitag, 5. Juni, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Olaf Lorch-Gerstenmaier

Olaf Lorch-Gerstenmaier

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