Brand Emma Jaeger Bad
Dunkle Rauchwolken haben am Mittwochnachmittag über der Pforzheimer Innenstadt für Aufsehen gesorgt.
Meyer
Brand Emma Jaeger Bad
Das Feuer im Eingangsbereich des Emma-Jaeger-Bads an der Gerberstraß ruft ein Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei in die Südstadt.
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Pforzheim
Feuer im ehemaligen Emma-Jaeger-Bad: Brandursache noch unklar

Pforzheim. Eine Rauchwolke über der Pforzheimer Innenstadt hat am Mittwochnachmittag gegen 15.20 Uhr für Aufsehen gesorgt. Nach ersten Angaben der Polizei war im Bereich des früheren Emma-Jaeger-Bads an der Gerberstraße ein Feuer ausgebrochen. Bereits kurz vor 16 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.

Das Feuer im Eingangsbereich des ehemaligen Schwimmbads harief ein Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei an die Enz. Dunkler Qualm drang aus dem Dach, während Dutzende Feuerwehrleute vor dem Gebäude im Einsatz waren. Schläuche wurden ins Innere verlegt, ein Feuerwehrmann wurde mit einer Drehleiter über den qualmenden Bereich gehoben. Auch Baubürgermeister Tobias Volle war vor Ort und besprach sich mit den Einsatzkräften.

Mitarbeiter der Stadtwerke Pforzheim öffneten das Gebäude, so dass die Feuerwehr über den Keller ins Innere gelangen konnte. Über diesen Keller ist das frühere Emma-Jaeger-Bad mit dem EMMA-Kreativzentrum verbunden. Das Kreativzentrum wurde vorsorglich geräumt, blieb augenscheinlich jedoch vom Feuer verschont. In den umliegenden Straßen hing allerdings weiterhin beißender Brandgeruch.

Brandstiftung? Möglich

Kurz vor 16 Uhr war die Ursache der starken Rauchentwicklung offenbar beseitigt. Ein Lüftungsgerät wurde eingesetzt, um das frühere Bad wieder begehbar zu machen. Für die Feuerwehrleute war der Einsatz bei Temperaturen von etwa 30 Grad besonders belastend. Mehrere von ihnen standen nach den Löscharbeiten stark schwitzend und teilweise ohne Teile ihrer Montur neben den Einsatzfahrzeugen. Die Feuerwehr Pforzheim war mit acht Fahrzeugen und 27 Einsatzkräften vor Ort.

Eine Augenzeugin berichtete, von der Westseite des EMMA-Kreativzentrums aus lodernde Flammen gesehen zu haben. Vom Dach des Kreativzentrums aus waren anschließend drei ausgebrannte Dachfenster des Schwimmbads sowie drei abgeschmolzene Fenster zu erkennen. Im EMMA-Kreativzentrum selbst hinterließ das Feuer keine sichtbaren Spuren. In Teilen des Gebäudes roch es jedoch stark nach verbranntem Plastik, so dass die Räume über längere Zeit gelüftet werden mussten. Wegen des Einsatzes waren die umliegenden Straßen gesperrt worden, wie die Polizei mitteilte.

Die Ermittlungen zur genauen Brandursache wurden aufgenommen. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens am Gebäude lagen zunächst keine Angaben vor.

Das Emma fehlt vielen

Das Emma-Jaeger-Bad ist seit 2018 endgültig geschlossen. Der Rückbau soll nach aktuellem Zeitplan im Herbst 2026 beginnen und bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Wegen der Lage nahe der Enz ist ein aufwendiger Spezialtiefbau erforderlich. Rund 600 Stahlbetonsäulen sollen dafür bis zu acht Meter tief in den Boden eingebracht werden. Für Rückbau und Sicherung sind bislang rund 4,5 Millionen Euro veranschlagt. Langfristig soll auf dem Areal ein urbanes Wohnquartier entstehen.

Bis zum Abriss bleibt die Ruine ein Ziel für Eindringlinge. Fast jede Scheibe an der Südseite ist eingeschlagen und notdürftig mit Spanplatten verschlossen. Auch im Inneren wurden Sicherungen zerstört, Wände beschmiert und große Teile des früheren Bads verwüstet.

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