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Symbolfoto: PZ
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22.03.2019

Flüchtlingskriminalität im Visier: So haben sich die Zahlen für Pforzheim entwickelt

Pforzheim/Stuttgart. Zwar ist Pforzheim definitiv nicht die baden-württembergische „Kriminalitätshochburg“, als die der AfD-Abgeordnete Lars-Peter Berg bei der jüngsten Landtagsdebatte die Goldstadt bezeichnete, sondern Pforzheim war und ist laut Kriminalstatistik eine der sichersten Großstädte des Landes. Dennoch lassen einige Zahlen, die das Innenministerium dem AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Rottmann mitteilen ließ, aufhorchen – gerade, wenn es um das Thema Ausländer generell und Flüchtlinge im Speziellen geht.

Für mehrere Deliktbereiche wollte Rottmann wissen, wie sich die Zahl der Fälle und der Tatverdächtigen im Stadtkreis Pforzheim entwickelt hat – nicht gleichzusetzen mit Verurteilungen, worauf die Polizei keinen Einfluss hat.

Zum Beispiel Rauschgiftkriminalität: Die Zahl nahm von 2013 bis 2017 kontinuierlich zu (zuletzt 581 Fälle). 442 der Tatverdächtigen waren Deutsche (2013: 311), 151 Ausländer (2013: 105), darunter 17 Asylsuchende (2013: zwei). Für 2018 – die Zahlen werden bei einer Pressekonferenz des Polizeipräsidiums Karlsruhe am Montag vorgestellt – zeichnet sich laut Ministerium ein Rückgang der Fälle ab, aber ein Anstieg der nichtdeutschen Tatverdächtigen.

Oder Aggressionsdelikte: Hier nahm die Gesamtzahl 2017 gegenüber 2016 zwar ab, die Zahl der ausländischen Tatverdächtigen stieg leicht an – stark jedoch die der Flüchtlinge (73 im Jahr 2017 und 70 im Jahr 2016 zu 29 im Jahr 2015 und 14 im Jahr 2013).

Oder Gewalt gegen Polizeibeamte: Immer weniger Deutsche greifen Polizisten an – doch immer mehr Nichtdeutsche (23 im Jahr 2017 zu 13 im Jahr 2016), darunter vier Flüchtlinge. Eine Reaktion auf die Gewalt gegen Polizisten ist die Einführung der Bodycam.

Mehr lesen Sie am Samstag, 23. März, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.