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Beeindruckt zeigen sich die französischen Gäste von „Rom 312“. Seibel
Einen Ehrenteller der Stadt überreicht OB Gert Hager St. Maurs Sportbürgermeisterin Dominique Soulis.
16.05.2016

Französische Gäste besuchen Ausstellung „Rom 312“ im Gasometer

Die Zusammenarbeit des Pforzheimer Kommunalen Kinos und des Cinéma Le Lido in St. Maur soll aufleben. Mehr Schüler beider Städte sollen zusammengeführt werden. Und noch mehr Sportarten sollen in die Jumelage eingebunden und weitere Ehrenamtliche gefunden werden – in diesem Jahr waren erstmals Schachspieler dabei.

So lassen sich wichtige Ergebnisse eines Arbeitsgesprächs auf den Punkt bringen, das es am Sonntag im Eutinger „Bären“gab.

Laut der städtischen Koordinatorin Monika Finna haben die Freunde aus St. Maur auch Einladungen ausgesprochen. So werden zwei Pforzheimer Schüler an einem Diktat-Wettbewerb teilnehmen. Und zwei hiesige Sportler gehen im Oktober beim Citylauf La Saint-Maurienne an den Start.

Beide Seiten stünden in stetem Kontakt. Auch wenn die Teilnehmerzahl schon höher gewesen sei: Mit in diesem Jahr 145 Aktiven aus Frankreich bleibe die Sportpartnerschaft Pforzheims größter und beeindruckendster Austausch, betonte Finna. Diese zu stärken, dafür warben die Delegierten am Sonntag beim Treffen im Gasometer. Das Interesse habe nachgelassen, sagte Helmut Schmitt, der Präsident der Sportpartnerschaft. Auch deshalb, weil es heute viel mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gebe. Dabei sei der Sport ein perfekter Mittler, um Sprachbarrieren spielerisch zu überwinden. Gerade mit Blick auf die Weltkriege sei das deutsch-französische Miteinander enorm wichtig: „So wie unsere Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, muss man sich auch für die Völkerverständigung starkmachen.“

Seitenhieb auf Baudezernent

Es sei schwierig, Ehrenamtliche zu gewinnen, berichtete Ursula Merlin vom Partnerschaftskomitee in St. Maur. Dabei sei die Jumelage solch eine Bereicherung. Sie habe „einen Freundeskreis gefunden, der mich regelrecht adoptiert hat“, sagte Merlin unter Tränen. St. Maurs Sportbürgermeisterin Dominique Soulis lobte die Partnerschaft und zeigte sich begeistert vom Panorama „Rom 312“. Daran, dass es dieses gebe, habe St. Maur großen Anteil, spielte OB Gert Hager auf eine Entscheidung von Baubürgermeister Alexander Uhlig an. „Ein Bereich“ der Verwaltung habe vor zwei Jahren einen Baustopp für den Gasometer verhängt. Hätte er nicht aus St. Maur, wo er damals weilte, telefonisch eingegriffen, wäre „das Panorama woanders gezeigt worden“, so Hager. Der OB, der Soulis einen Ehrenteller überreichte, bezeichnete die Begegnung gerade junger Menschen als „Grundlage Europas“.

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