Pforzheim. Die evangelische Kirchengemeinde Buckenberg-Haidach hat eine zweite Pfarrerin bekommen. Marie-Louise Scheuble ist am Sonntag mit einem feierlichen Gottesdienst unter freiem Himmel, in ihr Amt eingeführt worden. Rund 150 Personen hatten sich im Vorfeld für den Einführungsgottesdienst auf der Wiese am Bürgerhaus angemeldet.
Auf den mit großen Abständen aufgestellten Bänken nahmen jeweils nur zwei bis drei Personen Platz, um die Corona-bedingten Abstände einhalten zu können. Der Posaunenchor Buckenberg-Haidach sorgte unter der Leitung von Kornelius Kremser für den musikalischen Rahmen. Dafür hatten sich die Blasmusiker aus Sicherheitsgründen weit hinter der Versammlung aufgereiht.
„Wir haben das große Glück, dass wir draußen Gottesdienst feiern können, so dass wir mitsingen können, was ja sonst verboten ist“, sagte Gemeindediakon Alexander Jeck bei der Begrüßung.
Pfarrerin Marina von Ameln rief zum gemeinsamen Gebet auf, ehe Dekanin Christiane Quincke die Urkunde zur Einführung verlas. In ihrer Ansprache bezog sie sich auf den Taufspruch von Pfarrerin Marie-Louise Scheuble: Sende dein Licht und deine Wahrheit.


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Dabei umschrieb sie das Licht der Sterne am Himmel als Gottes Gesandte, und dass man beim Hinschauen auch Neues entdecken könne. Als Beispiel nannte sie die internationale Raumstation, die nur zu sehen sei, wenn sie in der Nacht durch die Sonne angestrahlt werde. „So ist es auch bei uns, wir empfangen Licht. Und überall geben Christinnen und Christen das Licht weiter“, sagte Quincke. „Ich freue mich, dass Sie Frau Scheuble, Teil des Lichtes sind.“
Zur Segnung der neuen Pfarrerin hoben die Mitglieder des Ältestenrates, die Mitarbeiter der Gemeinde und die Gemeindemitglieder ihre Arme, als ob sie die neue Pfarrerin umarmen wollten. Darunter auch Diakon Pouria Schunder von der evangelischen Kirchengemeinde in Achern, der als guter Bekannter der neuen Pfarrerin der Zeremonie beiwohnte. Für Scheuble ist die neue Aufgabe in der Gemeinde Buckenberg-Haidach die erste Pfarrstelle. Die 31-jährige war zuletzt als Vikarin in Kürnbach-Bauerbach tätig.
„In meinem Lebenslied sind viele verschiedene Töne enthalten. Begonnen hat mein Lebenslied in Pforzheim“, bezog sich Scheuble auf ihren Geburtsort und Taufort.
Aufgewachsen ist sie in Eberbach. Während der Konfirmationszeit ist ihr Interesse an der Theologie geweckt worden, weshalb sie sich für ein entsprechendes Studium in Heidelberg und in Basel entschied. „Auf die Zukunft hier bin ich gespannt und freue mich auf viele neue Töne in meinem Lebenslied“, sagte Scheuble. Beim anschließenden Empfang, der ebenfalls unter freiem Himmel stattfand, gab es Gelegenheit, mit der neuen Pfarrerin ins Gespräch zu kommen.

