Pforzheim. Auf etwa 500 Kilometer erstreckte sich die Anreise der motorradfahrenden Freimaurer der „Brothers of Hiram“ aus England, die mit ihren Maschinen vor kurzem die Freimaurerloge Reuchlin in Pforzheim besucht haben. Begrüßt wurden die Biker in der Goldstadt von Frank Sehlmeyer, dem Meister vom Stuhl der Pforzheimer Loge, mit Kaffee und Bretzeln.
Eindrucksvolles Erlebnis
Nach intensiven Gesprächen und der Vorbereitung des Tempels, jenem Raum, in dem das freimaurerische Ritual zelebriert wird, schritten die Pforzheimer gemeinsam mit ihren britischen Brüdern zur Tat. Das Besondere war, dass die Loge „Brothers of Hiram“ nach dem britischen Freimaurerritual ins Deutsche übersetzt rituell arbeitet. Für die Pforzheimer Loge war dies ein äußerst eindrucksvolles Erlebnis, das neue Perspektiven auf die freimaurerischen Lehren und Symboliken eröffnete. Zudem trugen die Brüder der Brothers of Hiram bei der rituellen Arbeit nicht den klassischen schwarzen Anzug, sondern ihre Motorradweste, ein weißes Hemd, Krawatte und dazu schwarze Motorradhosen.
Im Rahmen der sogenannten rituellen Tempelarbeit wurde einer der Brüder in den Grad des Freimaurergesellen befördert. In diesem Teil des freimaurerischen Werdegangs geht es vor allem um Interaktion mit dem jeweiligen Umfeld und den Zusammenhalt der Menschen untereinander.
Die Veranstaltung war mit mehr als 20 Freimaurer-Brüdern aus verschiedenen Logen und auch einem Vertreter der Amerikanisch-Kanadischen Großloge in Deutschland gut besucht. Nach Abschluss der freimaurerischen Arbeit ließen die Brüder den Abend bei einem gemeinsamen Essen mit intensivem Gedankenaustausch ausklingen. Auch dem humanitären Benefiz-Auftrag der Freimaurerei wurde bei dem Treffen in Pforzheim Rechnung getragen. Denn zusätzlich zur Sammlung während des gemeinsamen freimaurerischen Rituals erfolgte im Rahmen des Abendessens noch eine kleine Versteigerung freimaurerischer Kleinodien für wohltätige Zwecke.

