
- Andrea Sehling
Pforzheim. Die Historikerin Christina Klittich und Kai Adam, Obermeister der Löblichen Singergesellschaft, zeigten am Samstagnachmittag wichtige historische Plätze in der Innenstadt mit direktem Bezug zur Epoche des Nationalsozialismus in Pforzheim. Die Führung startete am Platz der Synagoge in der Zerrennerstraße. Anschaulich und detailreich schilderte Klittich die 1892 erbaute Synagoge als „eine der stolzesten Synagogen Südwestdeutschlands“, die als eine Sehenswürdigkeit in der Stadt gegolten habe. Die jüdische Gemeinde in Pforzheim habe in den 1930er-Jahren etwa 1000 Mitglieder gehabt und sei ein wichtiger Teil der Stadt gewesen.
Am 10. November 1938 wurde die Pforzheimer Synagoge von NS-Anhängern weiträumig abgesperrt und planmäßig zerstört.
„Viele Pforzheimer sahen die Synagoge brennen und
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