Gemeinsam für mehr Mobilität und Teilhabe:Frauke Janssen (rechts) und Margarete von Reimersdorf (GoldenHearts) freuen sich mit Q-Prints&Service, vertreten durch Dirk Schneider von der Sozialen Fahrradwerkstatt und Nina Kraus (links), auf den Fahrradkurs für Pforzheimer Migrantinnen.
Iva Ivanic
Pforzheim
Für mehr Mobilität und Teilhabe: Migrantinnen lernen Radfahren

Pforzheim. Für die Teilnehmerinnen von „GoldenHearts“ ist das Erlernen der deutschen Sprache der erste große Schritt zur Integration. Doch gesellschaftliche Teilhabe endet nicht an der Klassenzimmertür – sie braucht auch physische Mobilität.

Um diese Brücke zu schlagen, startet am 20. April an der Schanzschule ein spezieller Fahrradkurs für die Teilnehmerinnen. Damit der Start reibungslos gelingt, hat die Soziale Fahrradwerkstatt von Q-Prints&Service die notwendige technische Basis geschaffen und die Räder für den Kurs umfassend verkehrssicher gemacht. „Viele der Frauen hatten in ihren Herkunftsländern nie die Gelegenheit, das Radfahren zu erlernen. Diese Chance wollen wir ihnen jetzt ermöglichen“, informiert Frauke Janssen von GoldenHearts. Die Kooperation der beiden sozialen Akteure setzt genau hier an: Während GoldenHearts die pädagogische Begleitung übernimmt, sorgt das Team der Sozialen Fahrradwerkstatt für die Sicherheit. „Mobilität bedeutet für uns mehr als reine Fortbewegung. Sie schafft Selbstvertrauen und ermöglicht es den Frauen, ihren Alltag eigenständig zu gestalten“, erklärt Dirk Schneider von der Sozialen Fahrradwerkstatt von Q-Prints&Service. Durch die fachmännische Vorbereitung der Fahrräder können sich die Teilnehmerinnen voll und ganz auf die neue koordinative Herausforderung konzentrieren, ohne sich um die Technik sorgen zu müssen. Für beide Partner ist dieses Projekt ein Paradebeispiel dafür, wie lokale Netzwerke praktische Hilfe leisten können, um Menschen den Weg in die Mitte der Gesellschaft zu ebnen – Schritt für Schritt beziehungsweise Pedalumdrehung für Pedalumdrehung.