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Symbol foto: dpa 

Gefälschte 50-Euro-Noten im Darknet bestellt: Student bereut Geschäfte mit „Blüten“

Pforzheim. Das Pforzheimer Schöffengericht hat am Dienstag einen Studenten wegen Geldfälschung und Unterschlagung zu zehn Monaten auf Bewährung und 80 Arbeitsstunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Er hatte im Jahr 2018 insgesamt 20 gefälschte 50-Euro-Noten im Darknet – dem verborgenen Teil des Internets – unter einem Decknamen bestellt. Dabei hatte er die Kryptowährung Monero – ein digitales Zahlungsmittel – benutzt.

Für die gefälschten Noten, die einen Gesamtwert von 1000 Euro abbildeten, bezahlte der Angeklagte 0,57695 Monero. Dies entsprach einem Gegenwert von etwa 103 Euro – ein Zehntel des Nennwerts sind üblich für schlechte „Blüten“. Nachdem er das Falschgeld per Lieferung erhalten hatte, brachte der Angeklagte die gefälschten Noten in einem Fitnessstudio in Umlauf. Dort jobbte er neben seinem Studium.

Als die Zählmaschine einer Bank das Geld zählte, fiel der Betrug im Mai 2018 auf. Allerdings konnte er niemandem zugeordnet werden. Aufgeklärt werden konnte der Falschgeldbetrug durch die Festnahme des „Blüten“-Herstellers in Österreich. Dieser verkaufte das Falschgeld unter einem Pseudonym. Diese Festnahme ermöglichte eine Zuordnung des erworbenen Falschgelds zu dem Studenten.

Das Gericht bewertete die Tat als einen minderschweren Fall. „Man kann heute davon ausgehen, dass Sie nach vernünftigen Maßstäben nicht mehr straffällig werden“, so der Vorsitzende Richter Oliver Weik. Auch Staatsanwältin Friederike Düppers war damit weitgehend einverstanden. Der Angeklagte war von Anfang an geständig und hatte bereits den Schaden in Höhe von 250 Euro zurückbezahlt. Zudem hatte er sich bei seinem Arbeitgeber entschuldigt und ist heute noch in dem Fitnessstudio angestellt. Deshalb entschied sich das Gericht für eine verminderte Strafe. Dies begrüßte auch Strafverteidiger Bastian Meyer.